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«Den Kindern etwas mitgeben»

Die Glaubens­ge­mein­schaft erleb­bar machen wie im Schülertreff Click in Niederuzwil:
Dort war auch schon die Clown­frau Geron­i­ma Fröh­lich zu Besuch.

Das neue Schul­jahr startet ohne das Fach «ERG Kirchen». Doch in den Pfar­reien gibt es neue
Ideen und Pro­jek­te. Das Pfar­reifo­rum hat in Uzwil und Gos­sau nachgefragt.

Es wird nicht ein­fach­er, die christliche Botschaft unter die jun­gen Leute zu brin­gen», sagt Mar­tin Rusch, Seel­sorg­er in Gos­sau. «Aber es funk­tion­iert bess­er darüber, den Glauben erleb­bar zu machen als Reli­gion­sun­ter­richt wie vor 30 Jahren zu geben.» Rusch gehört zu jen­em Team in Gos­sau, das nach dem Aus für das Schul­fach «ERG Kirchen» (siehe Pfar­reifo­rum 01/2021) neue Ersatzange­bote aus­gear­beit­et hat. Los geht es im neuen Schul­jahr nach den Som­mer­fe­rien. Angemeldet haben sich rund 40 Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler. Während zwei Jahren wer­den sie neb­st dem Schu­lun­ter­richt den Pro­jek­tun­ter­richt der Pfar­rei besuchen.

Erleb­nis, Gemein­schaft, Feier
Die Jugendlichen kön­nten dabei zwis­chen ver­schiede­nen Ange­boten in den drei Sparten Erleb­nis, Gemein­schaft und Feier auswählen und sich so ihren Unter­richt selb­st zusam­men­stellen. So kön­nen sie beispiel­sweise von Rap­per­swil nach Ein­siedeln pil­gern und dort die Klosterkirche besichti­gen, einen Nach­mit­tag zusam­men mit Flüchtlingskindern gestal­ten, den All­t­ag ein­er Per­son im Roll­stuhl ken­nen­ler­nen oder Zeit mit Senior­in­nen und Senioren während eines Spie­le­nach­mit­tags ver­brin­gen. Auch Besuche in der Gassenküche St.Gallen und von Rorate- und Jugend­gottes­di­en­sten ste­hen auf dem Pro­gramm. Einige Ange­bote waren bere­its Teil des Schul­fach­es «ERG Kirchen», bei anderen han­delt es sich um kom­plett neue Punk­te. «Uns ist es wichtig, den Jugendlichen auf diese Weise ver­mit­teln zu kön­nen, dass es sich bei der christlichen Botschaft um eine Top­botschaft han­delt», sagt Rusch. Mit­tels Fly­ern, die in den Klassen verteilt wer­den, im direk­ten Kon­takt mit den Jugendlichen und auf ihrer Web­seite wird die Pfar­rei Gos­sau auf ihr neues Ange­bot aufmerk­sam machen.

Als Ate­lier gestal­tet
Nicht nur für die Jugendlichen der Ober­stufe, son­dern auch für die Primarschülerinnen und ‑schüler hat sich das Team in Gos­sau etwas ein­fall­en lassen. Unter dem Mot­to «Tankstelle – Dankstelle» sind die jährlich vier hal­ben Tage zusam­menge­fasst, an denen die Kinder die Kirche als zen­tralen Ort der Gemein­schaft ken­nen­ler­nen kön­nen. «Das Spezielle ist, dass sich dieses Ange­bot nicht nur an Kinder richtet, son­dern ganz bewusst an alle Per­so­n­en zwis­chen 0 und 99 Jahren», sagt Rusch. Die hal­ben Tage seien inhaltlich wie Ate­liers gestal­tet und würden jew­eils einen Kat­e­ch­eseteil sowie ein gemein­sames Essen und eine Feier bein­hal­ten. Das erste Ate­lier find­et bere­its am 11. Sep­tem­ber statt. An diesem wird die Hochzeit zu Kana The­ma sein, an der Jesus an ein­er Hochzeit Wass­er in Wein ver­wan­delte. Ein weit­eres Ate­lier ist an einem Fre­itagabend im Dezem­ber zum The­ma Advent geplant. 30 Schul­stun­den sind mit der Abschaf­fung des Fach­es «ERG Kirchen» in Gos­sau wegge­fall­en, die Reli­gion­slehrper­so­n­en zuvor jährlich mit ihren Schülerinnen und Schülern gestal­ten kon­nten. «Mit unseren neuen Ange­boten möcht­en wir das abfed­ern», sagt Mar­tin Rusch.

Ehre­namtliche unterstützen
«Es ist wichtig, die Kirche weit­er­hin als Leben­sraum erfahrbar zu machen», sagt auch Daniela Grem­minger, Seel­sorg­erin in der Katholis­chen Kirche Uzwil und Umge­bung. «Bei uns wer­den nach dem Aus des Schul­fach­es ‹ERG Kirche› aus den freige­wor­de­nen Lek­tio­nen daher Reli­gion­slehrper­so­n­en im Bere­ich Ler­nort Kirche bezahlt.» Einige der Ange­bote gebe es schon länger. Andere Ange­bote würden hinge­gen neu aufge­gleist oder stärk­er geführt. Als Beispiel nen­nt Daniela Grem­minger die Kinder­feiern, die bis­lang ehre­namtlich organ­isiert wur­den. Neu wird das zuständi­ge frei­willige Team durch eine Kat­e­chetin unterstützt. «Das ermöglicht es uns, viel flex­i­bler auf die ver­schiede­nen Bedürfnisse der Fam­i­lien einzuge­hen», sagt sie.

Über­raschung in der Kirche
Auch für die älteren Kinder und Jugendlichen ist einiges in Pla­nung. So soll beispiel­sweise im Herb­st eine Klei­der­tauschbörse für die Ober­stufe stat­tfind­en. Dort kön­nen die Jugendlichen Klei­der, die sie nicht mehr brauchen, abgeben. Im Gegen­zug bekom­men sie eine bes­timmte Anzahl Sug­us, die sie wiederum für andere Kleidungsstücke ein­tauschen kön­nen. Zudem ist eine Nacht der Kirchen vorge­se­hen, in der die Kinder und Jugendlichen, die von Kirche zu Kirche gehen, an jedem Ort etwas Spezielles ent­deck­en kön­nen. Auch die Lichter­feier beschreibt Daniela Grem­minger als beson­deres Erleb­nis. Die Feier startet zunächst mit ein­er Über­raschung in der Kirche, wech­selt dann in den Wald, wo es ein Feuer und Würste gibt, und endet mit einem Spiel. «Das sind alles sehr nieder­schwellige Ange­bote. Aber ihnen ist gemein­sam, dass sie die Glaubens­ge­mein­schaft erleb­bar machen. Wir haben den Kindern etwas mitzugeben», sagt sie. Umso wertvoller sei es, die freige­wor­de­nen per­son­ellen Kapaz­itäten nun in diese Bere­iche und in Anlässe wie das Bibelfest, den Ver­söh­nungsweg sowie in den Jugendtr­e­ff Enjoy it und den Schülertreff Click investieren zu kön­nen. (nar)

Margrit Stadler-Egli

Administrationsrätin Margrit Stadler hört auf

Nach 22 Jahren tritt Margrit Stadler-Egli Ende des Jahres von ihrem Amt als Admin­is­tra­tionsrätin zurück. Im Gespräch mit dem Pfar­reifo­rum erzählt die Bazen­hei­derin von ihren her­aus­fordernd­sten und glück­lich­sten Momenten in ihrer Amt­szeit, in welche Rollen sie am lieb­sten schlüpft und was sie jun­gen Frauen rät.

«Wenn du etwas will, musst du nach vorne und für deine Anliegen ein­ste­hen», sagt Margrit Stadler, «du darf­st dich nicht in der zweit­en Rei­he ver­steck­en. Das habe ich schon in meinem Eltern­haus gel­ernt.» Sie wächst auf einem Bauern­hof auf. «In einem dur­chaus patri­ar­chalen Sys­tem», merkt sie an. Drei Jahre Sekun­darschule? «Das hiel­ten meine Eltern für mich als Mäd­chen nicht notwendig.» Die ehe­ma­lige Gäh­wi­lerin set­zte sich durch und absolvierte schliesslich auch die Ver­wal­tungslehre. Als sie das kür­zlich bei einem Jubiläum­san­lass zum Frauen­stimm­recht am St.Galler Gal­lus-Schul­haus (Mei­tle-Flade) den Schü­lerin­nen erzählte, hin­gen ihr diese an den Lip­pen: «Heute kön­nen sich die Schü­lerin­nen das kaum mehr vorstellen, wir leben heute in ein­er kom­plett anderen Welt.» Den Schü­lerin­nen gab sie mit: «Egal ob damals oder heute, es ist nach wie vor wichtig, für etwas zu kämpfen und für ein Anliegen einzustehen.»


Später Polit-Ein­stieg

Margrit Stadler schlug alles andere als einen vorgeze­ich­neten Weg ein. Der Ein­stieg in die Poli­tik erfol­gte erst spät, nach der Fam­i­lien­phase, als die zwei Kinder erwach­sen waren. Sie wird in den St.Galler Kan­ton­srat gewählt – als Polit-New­com­erin. «Meine einzige poli­tis­che Erfahrung waren das GPK-Man­dat in der Schul­ge­meinde, das Prä­sid­i­um im Spi­tex-Vere­in und die Mitar­beit im Pfar­reirat», merkt sie an. Fast zeit­gle­ich mit der Kan­di­datur für den Admin­is­tra­tionsrat ste­ht auch die Kan­di­datur für ein Nation­al­rats­man­dat als Option im Raum: «Rück­blick­end bin ich froh, dass ich mich für den Admin­is­tra­tionsrat entsch­ieden habe», sagt die 65-Jährige, «diese Auf­gaben passten bess­er zu meinem Naturell und mein­er Per­son. Auch wenn ich eine Kämpferin bin, ist mir die Har­monie wichtig. In Bern hätte schon ein ander­er Wind geweht.»


Margrit Stadler-Egli
Margrit Stadler-Egli hat in ihrer Amt­szeit viele emo­tionale Momente erlebt.

Viele emo­tionale Momente
In 22 Jahren als Admin­is­tra­tionsrätin habe sie viele emo­tionale Momente erlebt: «Ich denke zum Beispiel an die Altarneugestal­tung in der Kathe­drale – das war ein langer und sehr emo­tionaler Prozess.» Die 200-Jahr-Feier der flade, die Wahl und Wei­he von Bischof Markus Büchel – der Admin­is­tra­tionsrat und das Kol­legium des Katholis­chen Kon­fes­sion­steils­des Kan­tons St.Gallen sind bei der Wahl des St.Galler Bischofs dabei. Das ist weltweit einzi­gar­tig. In ihre Amt­szeit fiel auch die Revi­sion der Ver­fas­sung mit der Ein­führung des Aus­län­der­stimm­recht­es und der Volksmo­tion, der Auf­bau der Dom­s­ingschule und vieles mehr. Am meis­ten Herzblut steck­te Margrit Stadler aber in ihre Auf­gaben als Schul­präsi­dentin der Flade, die sie selb­st heute als «mein Kind» bezeichnet.

Margrit Stadler-Egli
Margrit Stadler-Egli sieht die Flade als Mehrw­ert für die Stadt.


Gross­er Mehrw­ert
Die Bazen­hei­derin übern­immt das Prä­sid­i­um in ein­er schwieri­gen Phase: Es geht um die Zukun­ft der katholis­chen Schule, es müssen neue Vere­in­barun­gen mit der Stadt ver­han­delt wer­den. Ein Prozess, der sich hinzieht und dessen Aus­gang bis zum Schluss offen ist. «Ich habe das Ziel nicht aus den Augen ver­loren und mir immer wieder bewusst gemacht, dass ich Ver­ant­wor­tung für viele Angestellte habe», erk­lärt sie. «Ich werde nie den Tag vergessen, als ich mor­gens um sieben Uhr die achtzig Mitar­bei­t­en­den informieren kon­nte: Wir haben eine Lösung gefun­den.» Bei den her­aus­fordern­den Ver­hand­lun­gen habe sie gemerkt, wie wichtig es ist, sich mit Herzblut für etwas einzuset­zen. «Es gelingt nur, wenn du selb­st von etwas ganz überzeugt bist.» Margrit Stadler beze­ich­net die neuen Vere­in­barun­gen zwis­chen der Stadt und der Flade als zukun­ftsweisend. Neu ste­ht die Flade allen Schü­lerin­nen und Schülern der Stadt St.Gallen offen, unab­hängig von ihrer Kon­fes­sion. Die Flade erweit­ert ihr Ange­bot und führt auch Real-Klassen. Die Stadt übern­immt das Schul­geld für Jugendliche aus der Stadt. «Es ist für die Stadt ein gross­er Mehrw­ert, dass es eine Schule mit christlich­er Prä­gung gibt», betont Margrit Stadler, «und die Schule ist eine Chance für die Kirche: die Kirche hat einen wichti­gen Bil­dungsauf­trag. Hier kön­nen wir jun­gen Men­schen etwas fürs Leben mitgeben.»

Ort­skirche zählt
«Oft wurde ich gefragt: Was willst du als Frau bei der katholis­chen Kirche – warum tust du dir das an?», sagt Margrit Stadler. Sie habe sich als Frau in der katholis­chen Kirche immer willkom­men und respek­tiert gefühlt: «Für mich ste­ht die Ort­skirche im Vorder­grund, hier lebe ich und engagiere ich mich – und hier hat es für mich immer ges­timmt.» Sie finde es wichtig, dass Frauen sich für die Gle­ich­berech­ti­gung in der Kirche ein­set­zen. «Gle­ichzeit­ig sollte man auch sehen und schätzen, was im Bis­tum St.Gallen alles möglich ist: In der Seel­sorge, in den Gremien und auch im Admin­is­tra­tionsrat sind die Frauen heute ganz selb­stver­ständlich vertreten.»

Margrit Stadler-Egli
Margrit Stadler-Egli freut sich auf mehr Zeit mit ihren Enkelkindern und für das Theaterspielen.

Spanisch ler­nen
«Ich erre­iche mit dem 65. Geburt­stag das Pen­sion­salter, zudem wurde die 3‑jährige Ein­führungsphase des neuen Flade Schulmod­ells diesen Som­mer abgeschlossen», sagt Margrit Stadler, «das ist der richtige Zeit­punkt, um aufzuhören.» Mit dem Rück­tritt heisst es für das aktuell amt­säl­teste Mit­glied des Admin­is­tra­tionsrates auch Abschied­nehmen von der Stadt St.Gallen – die Stadt sei der waschecht­en Toggen­burg­erin ans Herz gewach­sen. Um nah am Geschehen zu sein, mietete sie während ihrer Amt­szeit eine Zweit­woh­nung in der Stadt. Sie freue sich auf die Zeit danach. «Ich spüre, dass der näch­ste Lebens­ab­schnitt viel Poten­zial für Neues bere­i­thält, darauf freue ich mich.» Konkrete Pläne will sie noch nicht schmieden. Sie freut sich auf mehr Zeit mit ihrem Mann, den Kindern und den Enkelkindern. «Ich möchte Spanisch ler­nen», sagt sie. Ihre Schwiegertochter, eine gebür­tige Mexikaner­in, möchte ihr näm­lich schon lange ihre Heimat zeigen. «Da will ich mich ver­ständi­gen kön­nen.» Und für eines soll kün­ftig wieder mehr Zeit sein: Das The­ater­spie­len. Sie spielte in der von ihr mit­ge­grün­de­ten The­ater­gruppe Bazen­heid, später grün­dete sie mit fünf Frauen die „The­ater­ladies“. Bis heute standen sie über vier­hun­dert Mal vor Pub­likum auf der Bühne. Margrit Stadler erzählt von den ver­schiede­nen Rollen, die sie über­nom­men hat: «Der Kapuzin­er, Petrus oder der Bahn­hofsvorste­her … Es waren immer Män­nerrollen. Das war jedes Mal eine beson­dere Erfahrung.» Die Freude der Zuschauerin­nen und Zuschauer habe ihr viel Kraft gegeben. «Bei diesem Hob­by kon­nte ich immer meine Energiequellen wieder aufladen.» Die schei­dende Admin­is­tra­tionsrätin strahlt und man ahnt, dass sie auch in Zukun­ft in manch uner­wartete Rolle schlüpfen wird.

Text: Stephan Sigg
Bilder: Ana Kontoulis

Berggottesdienste

Auch in diesem Som­mer find­en im Alp­stein und in anderen Regio­nen des Bis­tums St.Gallen zahlre­iche Berggottes­di­en­ste statt. Hier find­en Sie eine Übersicht.

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Sr. Rosmarie (links) und Sr. Ursula

«Der Abschied fällt nicht leicht»

Sr. Ros­marie und Sr. Ursu­la nehmen Abschied vom Kloster Rap­per­swil: Das Ange­bot «Kloster zum Mitleben» wird in diesem Som­mer eingestellt – trotz gross­er Nach­frage. Damit endet eine 23-jährige Zusam­me­nar­beit zwis­chen Men­zinger-Schwest­ern und den Kapuzinern.

Ein Som­mertag wie aus dem Bilder­buch. Die bei­den Men­zinger-Schwest­ern Ros­marie Sieber und Ursu­la Raschle set­zen sich auf die Ter­rasse des Klosters. Beim Blick auf den Zürich­see begin­nen sofort die Erin­nerun­gen an ihre Jahre im Kloster Rap­per­swil zu sprudeln. «Der Abschied fällt nicht leicht», sagt Sr. Ursu­la, gebür­tige Ostschweiz­erin, «doch jet­zt ist Zeit für etwas Neues.» Nach rund dreis­sig Jahren wird das Ange­bot «Kloster zum Mitleben» been­det. 2022 soll ein neues Ange­bot starten. «Die Ver­ant­wortlichen hät­ten es begrüsst, dass wir weit­er­hin dabei sind», hält Sr. Ursu­la fest, «aber wir haben gemerkt, dass jet­zt jün­gere Kräfte am Zug sind. Zudem schien es uns sin­nvoller, dass die Neuaus­rich­tung auch von neuen Ver­ant­wortlichen begleit­et und geprägt wird.» Auch in Zukun­ft soll das Kloster Rap­per­swil ein «Kloster zum Mitleben» sein. Das neue Konzept ist aber noch in Entwick­lung. Kün­ftig soll das Pro­jekt noch stärk­er öku­menisch aus­gerichtet sein.

Inno­v­a­tives Mod­ell
Vor 23 Jahren begann in Rap­per­swil ein inno­v­a­tives Kloster-Mod­ell: Zwei Ordens­frauen leben gemein­sam mit den Kapuzin­ern. Das war nicht nur damals ein Novum. Dieses beson­dere Mod­ell ist bis heute einzi­gar­tig in der deutschsprachi­gen Kloster­land­schaft. «Wir haben uns immer sehr wohlge­fühlt, wir erlebten das Miteinan­der wie Geschwis­ter », sagt Sr. Ros­marie. Doch wie viele Klöster wurde auch die Gemein­schaft in Rap­per­swil in den let­zten Jahren älter und klein­er. Manche Brüder zogen in andere Klöster. «Wir mussten auf­passen, nicht immer mehr in eine klas­sis­che Frauen­rolle gedrängt zu wer­den», hält Sr. Ros­marie fest, «beispiel­sweise ver­liess uns der Koch und plöt­zlich waren wir auch noch für die Küche zuständig.» 

Zeit für Gäste
Viele Suchende aus der Schweiz, aber auch aus dem benach­barten Aus­land ver­bracht­en kürzere und län­gere Aufen­thalte im Kloster Rap­per­swil. Die Men­zinger-Schwest­ern haben sie begleit­et und in den Seel­sorgege­sprächen viel über die Nöte und Sehn­süchte erfahren. «Die Nach­frage nach solchen Ange­boten ist unge­brochen», sagt Sr. Ursu­la, «für viele ist es eine ganz wichtige Erfahrung, dass jemand Zeit für sie hat und ihnen zuhört. Manche ver­standen selb­st nicht, wie gross ihr Bedürf­nis war, endlich mal alles erzählen zu kön­nen.» Es habe die bei­den über­rascht, was der Aufen­thalt im Kloster bei manchen Gästen bewirk­te und dass selb­st in der kurzen Zeit eine Verän­derung wahrnehm­bar war. Mit manchen blieben sie auch noch nach ihren Aufen­thal­ten im Kon­takt – per Mail und Tele­fon. Eines hat nicht nur die Gäste, son­dern auch die bei­den Schwest­ern immer wieder beein­druckt: «Das Kloster liegt zen­tral, ganz nah bei den Men­schen. Doch sobald man die Klostertür hin­ter sich geschlossen hat, ist man wie in ein­er anderen Welt.»

«Wir mussten auf­passen, nicht immer mehr in eine klas­sis­che Frauen­rolle gedrängt zu werden»


Neue Auf­gaben
Dem Neustart sehen die bei­den Ordens­frauen opti­mistisch ent­ge­gen. Der Ortswech­sel biete die Chance für einen klaren Bruch. Sr. Ros­marie zieht in die Zen­trale der Men­zinger-Schwest­ern in Men­zin­gen ZG. Dort soll sie Auf­gaben im Bere­ich Kom­mu­nika­tion ver­ant­worten. Sr. Ursu­la wird kün­ftig im Mari­a­heim in Ein­siedeln leben, wo sie die Leitung der Gemein­schaft übernehmen wird. Fün­fzehn Schwest­ern leben dort, einige schon hochbe­tagt. «Ich freue mich auf die Kon­tak­te mit den älteren Mitschwest­ern. Ich möchte mir Zeit für sie und ihre Lebens­geschicht­en nehmen», so
Sr. Ursu­la. «Wir lassen uns nochmals ein auf einen neuen Ort, auf eine neue Gemein­schaft und eine neue Auf­gabe – natür­lich ist das in unserem Alter auch ein Wag­nis.». In Rap­per­swil hät­ten sie ein sehr selb­st­ständi­ges und unab­hängiges Leben geführt. «Jet­zt müssen wir uns wieder mehr in die Hier­ar­chie ein­fü­gen», ist sich Sr. Ros­marie bewusst, «daran werde ich mich zunächst wieder gewöh­nen müssen.» Auch wenn vieles noch unklar sei, lassen sie sich ver­trauensvoll auf das Neue ein: «Auch die Mut­ter Bernar­da Heim­gart­ner, die Grün­derin unser­er Gemein­schaft, wagte immer wieder Auf­brüche und Neuan­fänge. Sie ist für mich ein Vor­bild, das mir Mut macht», sagt Sr. Ursu­la und Sr. Ros­marie ergänzt: «Und wir dür­fen darauf ver­trauen, dass der Heilige Geist uns unterstützt.»

Stephan Sigg

Das Leben unter die Haut gemalt

Ob ein Löwe auf dem Ober­arm, eine Trauer­wei­de auf dem Unter­schenkel oder Jesus auf dem Rück­en: Das Pfar­reifo­rum hat drei Per­so­n­en aus dem Bis­tum St.Gallen gefragt, was ihnen ihre Tätowierun­gen bedeuten und warum sie sich für diese Motive entsch­ieden haben.

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Jubla

Jetzt rettet die Prinzessin den Prinzen

Keine Diskri­m­inierung von Trans­gen­der und non-binären Per­so­n­en und Nein zu Geschlechterk­lis­chees. Die St.Gallerin Sil­ja Balmer (25) hat am neuen Jubla-Grund­la­gen­pa­pi­er «Gen­der» mit­gear­beit­et. Die katholis­che Kinder- und Jugen­dor­gan­i­sa­tion will damit mehr Bewusst­sein für die Geschlechter-Vielfalt schaffen.

«Wir wollen in der Jubla Kindern und Jugendlichen eine ganzheitliche Entwick­lung ermöglichen und die Entwick­lung
der Geschlecht­si­den­tität ist ein wichtiger Teil davon», sagt Sil­ja Balmer, ehe­ma­lige Scharlei­t­erin beim Blau­r­ing St.Gallen-Riethüsli. «Mir sind die The­men Gle­ich­berech­ti­gung und Vielfalt der Geschlechter­rollen per­sön­lich sehr
wichtig.» Deshalb hat es die Pflege­fach­frau sehr begrüsst, dass Jubla Schweiz im ver­gan­genen Jahr ihr Gen­der-Grund­la­gen­pa­pi­er über­ar­beit­et und die neuen wis­senschaftlichen Erken­nt­nisse aufgenom­men hat. Die Arbeits­gruppe, die das zwei­seit­ige Papi­er mit Unter­stützung von Exper­tin­nen und Experten bear­beit­ete, bestand aus zehn Jubla-Vertreterin­nen und ‑vertretern aus der ganzen Deutschschweiz. Neben Sil­ja Balmer war mit Michelle Agiatel­lo aus Eschen­bach SG eine zweite St. Gal­lerin dabei. 

«Für Jubla ist jedoch klar, nie­man­den auf sein biol­o­gis­ches Geschlecht zu reduzieren», betont Sil­ja Balmer. Wenn ein Kind oder ein Jugendlich­er* Trans­gen­der oder intergeschlechtlich (non-binär) ist, könne diese Per­son wählen, ob es sich bei Jung­wacht oder Blau­r­ing mehr zuge­hörig fühle.

Nicht nur zwei Geschlechter
Jubla ermöglicht Kindern und Jugendlichen nicht nur Gemein­schaft­ser­leb­nisse. Die Organ­i­sa­tion will auch ein Bewusst­sein für Gle­ich­berech­ti­gung ver­mit­teln und die Vielfalt der Geschlechter­rollen sicht­bar und erleb­bar machen. Das Grund­la­gen­pa­pi­er sen­si­bil­isiert dafür, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt. «Es gibt Men­schen, die ihre Geschlecht­si­den­tität wed­er männlich noch weib­lich zuord­nen. Dieser Aspekt war im alten Grund­la­gen­pa­pi­er noch nicht zu find­en», so Sil­ja Balmer. In der aktu­al­isierten Ver­sion räumt Jubla selb­stkri­tisch ein, dass lokale Jubla-Ange­bote oft eine binäre Geschlechter­struk­tur wider­spiegeln. «Für Jubla ist jedoch klar, nie­man­den auf sein biol­o­gis­ches Geschlecht zu reduzieren», betont Sil­ja Balmer. Wenn ein Kind oder ein Jugendlich­er* Trans­gen­der oder intergeschlechtlich (non-binär) ist, könne diese Per­son wählen, ob es sich bei Jung­wacht oder Blau­r­ing mehr zuge­hörig fühle.

Buben kochen
Seit eh und je sind viele Ange­bote der Jubla geschlechter­ge­tren­nt. «Jung­wacht und Blau­r­ing sindin den let­zten Jahren nicht nur auf nationaler Ebene, son­dern auch in den Pfar­reien immer mehr zusam­mengewach­sen», weiss Sil­ja Balmer. Doch geschlechter­ge­tren­nte Grup­pen­stun­den sind vielerorts noch immer die Regel. Das sei auch nicht per se prob­lema­tisch. «Buben und Mäd­chen wer­den manch­mal ger­ade noch mehr mit Geschlechter­fra­gen kon­fron­tiert, wenn sie unter sich sind: Bei einem reinen Buben-Lager müssen auch die Buben Auf­gaben übernehmen, die sie son­st tra­di­tioneller­weise den Mäd­chen über­lassen wür­den wie zum Beispiel kochen und abwaschen», hält Sil­ja Balmer fest. «Bei geschlechtergemis­cht­en Lagern soll ver­mieden wer­den, dass die Buben automa­tisch die Zelte auf­bauen und alle Mäd­chen zum Blachen knüpfen eingeteilt werden.»

Stereo­type auf­brechen
Der Umgang mit Gen­der-The­men sorgt oft für kon­tro­verse Diskus­sio­nen. Doch die Rück­mel­dun­gen auf das neue Grund­la­gen­pa­pi­er seien mehrheitlich pos­i­tiv aus­ge­fall­en. «Inwiefern das Papi­er in den Scharen vor Ort the­ma­tisiert und umge­set­zt wird, hängt natür­lich von der Sen­si­bil­ität der Ver­ant­wortlichen ab. Da gibt es sich­er grosse Unter­schiede», sagt Sil­ja Balmer, «Aber das Papi­er ist ein Beitrag, damit alle das The­ma im Blick behal­ten.» In vie­len Scharen sei es schon länger Stan­dard, bei den ver­schiede­nen Anlässen und Aktiv­itäten Geschlechter­stereo­type aufzubrechen: «Das schlägt sich zum Beispiel auch auf die Lager­mot­tos nieder: Es wird darauf geachtet, dass auch weib­liche Märchen­fig­uren eine starke, aktive Rolle haben. Zum Beispiel ret­tet die Prinzessin den Prinzen und nicht umgekehrt.» In ihrer Schar gehe man sehr acht­sam mit Gen­der-The­men um. Die Jubla St.Otmar-Riethüsli set­zt unter anderem auf eine geschlechterg­erechte Sprache – in Briefen, aber auch in der mündlichen Kom­mu­nika­tion. Das Grund­la­gen­pa­pi­er wurde an der Bun­desver­samm­lung im Herb­st 2020 ver­ab­schiedet – ohne Gegenstimme.


Jubla-Haltungspapier Gender

«Wir nehmen unsere gesellschaftliche Mitver­ant­wor­tung wahr, die wir als Kinder- und Jugend­ver­band bei Geschlechterthe­men haben. Wir anerken­nen die Vielfalt von Geschlecht­si­den­titäten und machen diese Vielfalt sicht- und erleb­bar, sodass sich jede Per­son willkom­men fühlt. Wir fördern die Gle­ich­stel­lung aller Geschlechter und verurteilen jede Form von Benachteili­gung auf­grund des Geschlechts.» (aus dem Jubla-Haltungspapier«Gender»)

Zum Hal­tungspa­pi­er Gender


Text: Stephan Sigg
Bild: zvg

Jugendtreff Westhouse

Darf die Jugend Krawall machen?

Welchen Platz hat die Jugend in der Gesellschaft? Und wie ist es, während der Pan­demie jung zu sein? Darüber disku­tieren die 14-jährige Jean­nine Für­er und ihr Gross­vater Ger­hard Led­erg­er­ber im Gos­sauer Jugendtr­e­ff Westhouse.

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Rheintaler Rebellin erobert die Welt

Als Clowner­in mit run­dem Bauch hat die Rhein­ta­lerin Gar­di Hut­ter die Büh­nen der Welt erobert. Ein­fluss auf ihren Werde­gang hat­ten auch ein franzö­sis­ch­er Priester und eine Thur­gauer Pfar­rfrau. Das zeigt die Biografie «Trotz allem», die die His­torik­erin Denise Schmid über die Rhein­taler Kün­st­lerin geschrieben hat.

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200 Jahre Sebastian Kneipp: Viel mehr als nur Wasser treten

«Natür­lichkeit und Ein­fach­heit ist die Haupt­sache.» So fasste Sebas­t­ian Kneipp seine Naturheillehre zusam­men. Der soge­nan­nte Wasserp­far­rer kam vor 200 Jahren am 17. Mai in Ober­schwaben zur Welt und gilt als Vor­re­it­er des ganzheitlichen Naturheil­ver­fahrens. Pfar­reifo­rum-Redak­torin Ros­alie Manser hat unter fachkundi­ger Anleitung die Kneipp-Philoso­phie in einem Selb­stver­such getestet.

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Pater Stephan Dähler

Marienburg: Adieu nach 93 Jahren

Die Tage in Thal SG sind für die Steyler Mis­sion­are gezählt: Nach 93 Jahren wer­den sie die Marien­burg aufgeben. Wie es genau mit den sieben Patres weit­erge­ht, sei noch nicht entschieden.

«Momen­tan wer­den ver­schiedene Optio­nen geprüft», sagt Pater Stephan Däh­ler. Die Her­aus­forderung sei, eine Lösung zu find­en, die sowohl für die jün­geren wie für die älteren Patres passt. Was fest­ste­ht: Der Ver­trag für das Gebäude läuft Ende Okto­ber aus (siehe Kas­ten). Auch wenn die Steyler Mis­sion­are kün­ftig keine grössere Nieder­las­sung im Bis­tum St.Gallen mehr haben wer­den, wollen sie weit­er­hin in der Seel­sorge im Bis­tum tätig sein. «Beson­ders in den Pfar­reien der Seel­sorgeein­heit Buech­berg, zu der die Marien­burg gehörte, wollen wir weit­er­hin präsent sein», betont Pater Stephan. Eine Option sei, dass die Patres kün­ftig dezen­tral in Woh­nun­gen leben. «Diese Lösung reibt sich aber mit dem Gemein­schafts­gedanken», räumt Pater Stephan ein.

Steyler Missionare verlassen die Marienburg Thal
Auf dem Gelände der Marien­burg soll neuer Wohn­raum entstehen.
Marienburg Thal
Pater Stephan Dähler
Pater Stephan Däh­ler wird auch kün­ftig als Seel­sorg­er im Bis­tum tätig sein.


Mis­sion­ar­ische Arbeit
Stephan Däh­ler, aufgewach­sen in Gais AR, ist selb­st ehe­ma­liger Schüler der Marien­burg. Heute ist der The­ologe Prov­inzial (Leit­er) der Mit­teleu­ropäis­chen Prov­inz der Steyler Mis­sion­are und pen­delt zwis­chen Wien und Thal. Auss­er im Mis­sion­shaus St.Gabriel (bei Wien), wo über 40 Mis­sion­are zusam­men­leben, gibt es in der ganzen Prov­inz ver­streute Nieder­las­sun­gen. «Auch an anderen Stan­dorten von uns in Frankre­ich, Kroa­t­ien und Öster­re­ich sind wir mit der Zukun­fts­frage beschäftigt», sagt er. Vor kurzem sei eine Nieder­las­sung bei Salzburg aufgegeben wor­den. «Man muss real­is­tisch sein: Die Zeit der grossen katholis­chen Gemein­schaften ist vor­bei», sagt er. In der Ostch­weiz seien die Steyler Mis­sion­are heute fast zu hun­dert Prozent in der Pfar­reiseel­sorge tätig. «Das ist eine Her­aus­forderung für die konkrete Gestal­tung des Gemein­schaft­slebens. Dieses ist ein wichtiger Pfeil­er für unser mis­sion­ar­isches Wirkens vor Ort.»

Marienburg Thal
Auf dem Gelände ste­hen die ältesten Mam­mut­bäume der Schweiz.

Älteste Mam­mut­bäume
Sieben Patres leben zurzeit noch in der Marien­burg, früher waren es auch schon mal über 25. Über neun­zig Jahre waren die Steyler Mis­sion­are in Thal SG präsent. 1929 kauften sie die Wein­burg und gaben ihr den Namen Marien­burg. Bis 2012 wurde die Inter­nats- und Tagess­chule von ein­er Stiftung geführt. Im Park der Marien­burg ste­ht der älteste Mam­mut­baum der Schweiz. Er wurde 1858 von der Köni­gin Vik­to­ria in Eng­land der dama­li­gen Besitzerin, dem Fürsten­haus Hohen­zoller-Sig­marin­gen geschenkt. Aus dieser Zeit stammt der Park. Aktuell ist im Gebäude des ehe­ma­li­gen Schul­be­triebes der Trägervere­in Inte­gra­tionspro­jek­te des Kan­tons St.Gallen (TISG) eingemietet welch­er darin unbe­gleit­ete min­der­jährige Asyl­be­wer­ber unter­bringt. Nun soll hier neuer Wohn­raum entste­hen. 2016 kaufte die Indus­triehold­ing Men­zi Muck Gruppe AG mit Sitz in Kriessern das Anwesen.

Am Pfin­gst­mon­tag soll der öffentliche Abschieds­gottes­di­enst mit anschliessen­dem Fest gefeiert wer­den. «Wir hof­fen, dass es bis dann trotz Coro­na-Sit­u­a­tion wieder möglich ist, mit ein­er grösseren Gemein­schaft zu feiern, sodass auch viele der ehe­ma­li­gen Marien­burg-Schü­lerin­nen und ‑Schüler dabei sein kön­nen», so Pater Stephan.

Kapelle Marienburg Thal
Kapelle der Marien­burg Thal

Prä­gend für das Bistum

Felix Bischof­berg­er, Präsi­dent des Steyler Fre­un­deskreis­es, beze­ich­net das Ende der Marien­burg als Zäsur für die Region, aber auch für das Bis­tum. «Diese Entwick­lung hat sich abgeze­ich­net, alle kon­nten sich darauf vor­bere­it­en», sagt er, «trotz­dem ist es ein emo­tionaler Moment.» Die Marien­burg habe nicht nur das Bis­tum St.Gallen, son­dern die gesamte Kirche der Deutschschweiz geprägt. «Viele ehe­ma­lige Schüler sind heute als Seel­sorg­er tätig oder engagieren sich frei­willig in ihren Pfar­reien. Und auch in vie­len Pfar­reiräten und Kirchen­ver­wal­tun­gen sind ehe­ma­lige Schüler vertreten.» Zu den ehe­ma­li­gen Schülern gehören zum Beispiel auch Bischof Markus Büchel. «Unser Vere­in hat 1300 Mit­glieder. Es wäre ein gross­er Ver­lust, dieses Net­zw­erk aus­laufen zu lassen. Wir haben uns deshalb schon vor vier Jahren bewusst dafür entsch­ieden, den Vere­in in die Zukun­ft zu führen.» Der Alum­ni-Vere­in wurde zum Steyler-Fre­un­deskreis weit­er­en­twick­elt. «Auf diese Weise soll es möglich sein, unab­hängig von der Marien­burg auch kün­ftig die wichtige Arbeit der Steyler Mis­sion­are zu unter­stützen – in der Schweiz, aber auch bei ihren zahlre­ichen Pro­jek­ten in Asien, Afri­ka und Südamerika.»

Marienburg Thal
Die Schule in der Marien­burg wurde 2012 geschlossen.
Steyler Missionare verlassen die Marienburg Thal
93 Jahre lebten die Steyler Mis­sion­are in der Marien­burg Thal
Steyler Missionare verlassen die Marienburg Thal

Text: Stephan Sigg, Bilder: Ana Kontoulis

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