Der Allgäuer Ulrich Rösch, geb. am 4. Juli 1426, besucht zuerst die Klosterschule St. Gallen, dann wurde er dort Mönch und 1463 zum Fürstabt gewählt. Der tatkräftige Abt lenkte die auf eine Adelsherberge reduzierte und stark verschuldete Abtei wieder in geordnete Bahnen und gilt deshalb als zweiter Gründer des Klosters St. Gallen. Er liess den Hof zu Wil SG und das Kloster Mariaberg in Rorschach bauen. Nach seinem Tod wurde Rösch am 15. März 1491 im Kreuzgang an der rechten Aussenwand des Münsterchores bestattet. Das prächtige Grabmal, dessen Ausstattung Rösch schon Jahre vor seinem Tod beaufsichtigt hatte, wurde während des Bildersturms 1531 zerstört. Nur ein Freskenfragment des doppelten Hochgrabes ist erhalten.
Tage der offenen Tür:
Samstag, 4. Juli und Sonntag, 5. Juli 2026, 10 Uhr bis 16 Uhr, Führungen jeweils 19 Uhr und 14 Uhr ca. 1,5 Stunden
Besichtigung des Grabes von Ulrich Rösch, Kathedrale St.Gallen: Samstag, 4. Juli 2026 und Sonntag, 5. Juli, 10 Uhr bis 16 Uhr.
Bilder: Ana Kontoulis