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Andrea Stauss

Umgekehrter Adventskalender

Vom 1. Dezem­ber bis Wei­h­nacht­en täglich ein Geschenk für andere ein­pack­en. Andrea Stauss will die Idee des «umgekehrten Adventskalen­ders» in St.Gallen etablieren. In diesem Advent führt sie das Pro­jekt zum ersten Mal durch: «Mit dem umgekehrten Adventskalen­der kann man Men­schen helfen, die von Armut betrof­fen sind.»

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Versteigerung: Adventsbild

Die Rhein­taler Kün­st­lerin Pele Math­ys stellt ihr Bild, das sie für das Pfar­reifo­rum gestal­tet hat, für eine Bene­fiz-Ver­steigerung zur Ver­fü­gung. Min­dest­ge­bot: 250 Franken. Melden Sie sich mit Ihrem Gebot per E‑Mail.

Aktuelles Gebot: CHF 250.–

Ver­steigerungss­chluss: 12. Dezem­ber 2020, 23.59 Uhr. Der Erlös kommt der Car­i­tas St.Gallen-Appenzell zugute. Das Bild muss in St.Gallen abge­holt wer­den.

«Online Advents-Ticker»

In diesem Advent ist vieles anders. Die Pfar­reien und andere kirch­liche Insti­tu­tio­nen pla­nen momen­tan ver­schiedene Aktio­nen, Anlässe und Aktiv­itäten, damit sich Kinder, Jugendliche und Erwach­sene auch in diesem Jahr auf Wei­h­nacht­en ein­stim­men kön­nen. Die Pfar­reifo­rum-Redak­tion zeigt, was läuft und begleit­et Sie durch den Advent.

21. Novem­ber: Was pla­nen Sie?

Hier weisen wir ab 25. Novem­ber täglich auf inter­es­sante Ange­bote hin, zeigen Schnapp­schüsse und teilen Fund­stücke sowie beson­dere Empfehlun­gen der Redak­tion. Pla­nen Sie beispiel­sweise einen Geschicht­en-Adventskalen­der auf Youtube? Über­tra­gen Sie in Ihrer Gemeinde ein wei­h­nächtlich­es Konz­ert per Stream­ing? Oder ini­ti­ieren Sie eine andere orig­inelle Adventsak­tion? Dann lassen Sie uns dies per E‑Mail wis­sen. Die Pfar­reifo­rum-Redak­tion wün­scht Ihnen allen eine besinnliche sowie stim­mungsvolle Advents- und Wei­h­nacht­szeit. (ssi)

Pele Mathys

«Der Sternenhimmel verbindet uns»

«Zu Beginn war ich mit mir sel­ber im Clinch», sagt Pele Math­ys Anfangs Novem­ber beim Inter­view mit dem Pfar­reifo­rum. Sie lacht und erk­lärt: «Ich habe mich gerne auf diese Her­aus­forderung ein­ge­lassen, auch wenn das Pro­jekt rel­a­tiv kurzfristig umge­set­zt wer­den musste und mir einige Vor­gaben gestellt wur­den.»

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Wie lässt sich in Zeiten von Corona und Abstandsregelungen trotz Distanz trauern? Das hat das Pfarreiforum Jacqueline Bollhalder vom Trauercafé in Gossau gefragt.

Sich umarmt fühlen

Bild: pixabay.com

Wie lässt sich in Zeiten von Corona und Abstandsregelungen trotz Distanz trauern? Das hat das Pfarreiforum Jacqueline Bollhalder vom Trauercafé in Gossau gefragt.

Tipp 1: Eigene Abschiedsfeier gestalten

Wer nicht an einem Begräb­nis teil­nehmen kann, kann stattdessen eine häus­liche Feier gestal­ten. Eine bren­nende Kerze, ein Foto oder ein Musik­stück erin­nern an die ver­stor­bene Per­son. Erkundi­gen Sie sich zudem bei der zuständi­gen Seel­sorg­erin oder dem Seel­sorg­er nach den Tex­ten, die während der Trauer­feier gele­sen wer­den. Auch Trauer­cafés und Trauertr­e­ffs bieten häu­fig Broschüren mit Gebeten, Tex­ten und Impulsen an, die durch die Trauer­phase helfen. Gedanken und Gefüh­le lassen sich dabei per What­sapp oder Tele­fon mit Ange­höri­gen und Fre­un­den teilen.

Tipp 2: Alltagsgegenstände, die durch den Tag helfen

«Neb­st spir­ituellen Tex­ten kön­nen auch ganz alltägliche Dinge Trost spenden », sagt Jacque­line Boll­halder vom Trauer­café Gos­sau. Sie nen­nt als Beispiel Glas­murmeln, die sie während eines Tre­ffs an die Teil­nehmenden verteilt hat­te. Sym­bol­isch lassen sich Gedanken und Gefüh­le, aber auch Wün­sche für die ver­stor­bene Per­son in die Murmel leg­en und in die Ver­gan­gen­heit aber auch in die Zukun­ft blick­en. «Ein Teil­nehmer erzählte mir, dass er die Murmel sei­ther immer bei sich trage und sie ihm in schwieri­gen Sit­u­a­tio­nen weit­er­helfe», sagt Jacque­line Boll­halder. Eine weit­ere Idee find­et sich auf der Home­page der Katholis­chen Kirche Luzern: Zu einem verabre­de­ten Zeit­punkt kön­nen Ange­hörige ihre Gedanken in Fed­ern, Ästchen oder dünne Zweige leg­en, diese dann dem Wind übergeben und so bewusst loslassen.

Tipp 3: Trostkissen statt Umarmungen

Nichts hil­ft in Trauer­phasen so sehr wie Umar­mungen. «Ger­ade ältere Trauernde erzählen mir, wie sehr ihnen vor allem die Umar­mungen der Grosskinder fehlen», sagt Jacque­line Boll­halder. «Kinder helfen einem gut über Trauer hin­weg, weil sie anders mit dem Tod umge­hen als Erwach­sene. Sie akzep­tieren diesen viel ein­fach­er.» Ganz auf die Enkelkinder verzicht­en müssen Sie aber auch während der Coro­na- Pan­demie nicht: Tre­f­fen Sie sich an der frischen Luft. Über die fehlende Kör­pernähe hin­weghelfen kön­nte beispiel­sweise ein Trostkissen, das Sie für sich oder für die Enkelkinder aus Klei­dungsstück­en des Ver­stor­be­nen nähen. Eine Anleitung find­et sich auf der Plat­tform «Abschied­srituale für Zuhause» unter der etwas kom­plizierten Webadresse sway.o_ce.com/ HycAcAotl6wLWXHd.

Tipp 4: Sich gemeinsam etwas gönnen

Miteinan­der essen und trinken oder sich etwas Spezielles gön­nen, das man schon lange nicht mehr gehabt hat: Auch das hil­ft laut Jacque­line Boll­halder Betro_enen über ihre Trauer hin­weg. Während der Coro­na-Zeit sind im Inter­net diverse Plat­tfor­men mit Rezep­tideen für gemein­sames Kochen per Videochat ent­standen. Zu den schön­sten Ideen gehört jene der Schweiz­er The­olo­gin Bar­bara Lehn­er. Ein­er ihrer Tipps ist, sich per Videochat zu verabre­den und dann gemein­sam ein Lieblings­menü der ver­stor­be­nen Per­son zuzu­bere­it­en und gemein­sam zu essen.

Tipp 5: Der Trauer Raum geben

«Die Licht- und Dunkel­heit-The­matik ist Teil jedes Trauer­prozess­es», sagt Jacque­line Boll­halder. «Im Trauer­café zün­den wir daher gemein­sam Kerzen für die Ver­stor­be­nen an und beten das Vaterunser. » Boll­halder emp­fiehlt, dieses Rit­u­al auch zuhause zu wieder­holen. Alter­na­tiv kön­nen Sie in die Kirche oder auf den Fried­hof gehen. In manchen Kirchen gibt es einen speziellen Bere­ich, wo an die Ver­stor­be­nen gedacht wird. Auf diese Weise kann das Trauern einen Raum find­en. (nar)

Jacque­line Boll­halder. (Bild: pd)

«Mehr Frauen ermutigen»

Bild: Regi­na Kühne

Was die neue Präsidentin Alexa Sutter mit dem Frauenbund St.Gallen-Appenzell vor hat.

Die Degersheimerin Reg­u­la Senn hat das Amt der Präsi­dentin des Katholis­chen Frauen­bun­des St.Gallen-Appenzell (KFB SGA) an Alexa Sut­ter aus Wald­kirch übergeben. Ein Gespräch über die Frauen­frage in der Katholis­chen Kirche, Frauen­förderung und wieso es gelebte Gemein­schaften braucht.  

Überalterung und Nachwuchsschwierigkeiten: Viele Vereine haben Mühe, genügend Personen zu finden, die sich engagieren. Wie zeitgemäss sind da noch Frauengemeinschaften?

Reg­u­la Senn: Generell würde ich das mit der Über­al­terung und den Nach­wuchss­chwierigkeit­en so nicht sagen. Denn in Bezug auf die Frauenge­mein­schaften ist es stark region­s­ab­hängig, wie viele Per­so­n­en sich engagieren. Ger­ade in ländlichen Gegen­den gibt es viele Frauenge­mein­schaften, bei denen es bezüglich Mit­gliedern sehr gut läuft. Natür­lich haben sich die Pri­or­itäten und unsere Ange­bote etwas ver­lagert. Aber nach wie vor sind die Frauenge­mein­schaften Orte der gelebten Gemein­schaft.  

Alexa Sut­ter: Ausser­dem stellen wir fest, dass viele Frauen bere­it sind, sich pro­jek­t­be­zo­gen zu engagieren. Da lassen sich genü­gend Per­so­n­en find­en. Schwieriger ist es, wenn es um ein langfristiges Engage­ment oder um die Über­nahme eines Amtes geht. Frauenge­mein­schaften sind aber nach wie vor wichtig, ger­ade wenn es um die soziale Ver­net­zung geht.  

Reg­u­la Senn: Das ist ein wichtiger Punkt. Viele Frauen haben heute neb­st Beruf- und Fam­i­lien­ar­beit kaum Zeit für sich selb­st. An Tre­f­fen in den Ortsvere­inen oder Fach­ta­gun­gen, die wir seit­ens des Ver­ban­des organ­isieren, kön­nen Frauen ein­mal bewusst etwas nur für sich tun. Gelebte Gemein­schaft heisst aber auch, dass alle mitein­be­zo­gen wer­den, wenn sie möcht­en. Ger­ade auch für Witwen und Alle­in­ste­hende ist das ein wichtiges Ange­bot.  

Wie kamen Sie selbst zum Frauenbund?

Alexa Sut­ter: Ich zog als junge Mut­ter nach Wald­kirch und suchte nach Möglichkeit­en, mich im Ort zu ver­net­zen. In der lokalen Frauenge­mein­schaft engagierte ich mich, wurde deren Präsi­dentin und lernte so die kan­tonale Ebene, den Frauen­bund (KFB SGA) ken­nen. Dort wurde ich zunächst Region­alvertreterin für die Regio­nen Gos­sau, St.Gallen, Alt­toggen­burg und Wil, danach Vizepräsi­dentin des Kan­ton­alver­ban­des.

Reg­u­la Senn: In unser­er Fam­i­lie war das Tra­di­tion, als Zeichen der gelebten Frauen­sol­i­dar­ität. Bere­its meine Gross­mut­ter war Einzelmit­glied. Als Einzelmit­glied besuchte ich die Tagun­gen des Frauen­bun­des und lernte so den Vor­stand ken­nen. Ich kam als Quere­in­steigerin in den Kan­ton­alvor­stand. 2011 wurde ich Vizepräsi­dentin, vier Jahre später Präsi­dentin.  

Was will der Frauenbund SGA für die Frauen in der katholischen Kirche erreichen?

Reg­u­la Senn: Da möchte ich das Pro­jekt «Kirche mit* den Frauen» nen­nen, das wir unter­stützen. Dieses set­zt sich seit 2014 dafür ein, dass Män­ner der Kirche in Zukun­ft nicht mehr ohne Frauen über deren Stel­lung, Rolle und Funk­tion berat­en und über die Belange der Kirche entschei­den. Die Grund­lage dafür ist im Bis­tum St.Gallen gut. Mit dem Bis­tum sind wir im Dia­log und ver­ste­hen uns als Part­ner.  

Alexa Sut­ter: Wir haben einen «guten Draht» zu Bischof Markus, und freuen uns auf die jährlichen Tre­f­fen. Bischof Markus ste­ht der Frauen­frage offen gegenüber. Wäre es anders, hätte ich Mühe. Damit sich etwas bewegt, ist es aber wichtig, dass wir es seit­ens des Ver­ban­des schaf­fen, noch mehr Frauen in Entschei­dungspo­si­tio­nen zu brin­gen. Eine gute Entwick­lung ist, dass im Sep­tem­ber erst­mals eine Del­e­ga­tion des Frauen­bun­des zu einem Gespräch mit der Schweiz­er Bischof­skon­ferenz ein­ge­laden war, um über den «Weg zur Erneuerung der Kirche» zu disku­tieren. Dies sind zielführende Schritte.  

Damit sprechen Sie die Ziele an, die Sie sich als neue Präsidentin gesteckt haben?

Alexa Sut­ter: Ja. Ich kön­nte mir gut vorstellen, dass wir unseren Ver­band noch etwas poli­tis­ch­er aus­richt­en. Wir kön­nen Frauen ger­ade im Vor­feld von Wahlen ermuti­gen. Es muss mehr Raum für Frauen geben, in denen sie etwa an Podi­ums­diskus­sio­nen zu Wort kom­men. Weit­ere Ziele sind, die Ver­net­zung zu unseren Frauenge­mein­schaften zu pfle­gen sowie gemein­same Aktiv­itäten mit anderen Organ­i­sa­tio­nen durchzuführen. Unser Kan­ton­alver­band muss attrak­tiv sein und bleiben, damit sich die vie­len Einzelmit­glieder mit uns iden­ti­fizieren kön­nen.  

Regula Senn, was war die grösste Veränderung während Ihrer präsidialen Amtszeit?

Reg­u­la Senn: Das war die Statuten­re­vi­sion im Jahr 2017. Wir haben die Organ­i­sa­tion extrem ver­schlankt, so dass wir viel effzien­ter arbeit­en kön­nen. Nun kön­nen wir die ver­schiede­nen Geschäfte direkt im Gremi­um des Kan­ton­alvor­standes behan­deln und ver­ab­schieden. Generell war es mir wichtig, die Arbeits­be­din­gun­gen beim Frauen­bund im Span­nungs­feld zwis­chen ehre­namtlich­er und bezahlter Mitar­beit weit­er zu entwick­eln. Längst kann beim Katholis­chen Frauen­bund St.Gallen-Appenzell nicht mehr alles im Ehre­namt erledigt wer­den. (nar)

Papst-Schreiben: «Fratelli tutti»

Am 4. Okto­ber hat Papst Franziskus seine Sozial-Enzyk­li­ka «Fratel­li tut­ti» veröf­fentlicht. Darin macht er sich stark für eine neue Wirtschaft­sor­d­nung: «Wir sitzen alle im gle­ichen Boot».

Enzyk­li­ka im Wort­laut

Das Schreiben ist auch in Buch­form im Herder Ver­lag erschienen: Gebun­den 256 Seit­en ISBN: 978–3‑451–39013‑5, im Buch­han­del erhältlich

Eine Über­sicht auf die Reak­tio­nen auf die Enzyk­li­ka ist in der Novem­ber-Aus­gabe zu find­en.

«Mitgeschöpflichkeit fördern»

Am 4. Okto­ber wird in Roman­shorn die Ini­tia­tive «Tier­fre­undliche Kirche» lanciert. Mit der Unterze­ich­nung ein­er Selb­stverpflich­tung kön­nen sich Pfar­reien und andere kirch­liche Insti­tu­tio­nen kün­ftig verpflicht­en, sich für das Wohl und die Würde der Kühe, Vögel und Bienen einzuset­zen. Der öku­menis­che Arbeit­skreis Kirche und Tier (AKUT) hofft, dass durch diese Ini­tia­tive der respek­tvolle Umgang mit Tieren wächst.

Frau Schnei­der, warum lancieren Sie die Ini­tia­tive «Tier­fre­undliche Kirche»?

Eve­line Schnei­der Kayasseh: «Wir Men­schen ste­hen heute vor der grundle­gen­den Her­aus­forderung, das Zusam­men­leben mit den Tieren zu über­denken und uns einen lebens­fre­undlicheren und gerechteren Umgang mit ihnen anzueignen. Tiere sind Indi­viduen mit Selb­stzweck, unab­hängig von einem Nutzen für den Men­schen. Auch in der Kirche braucht es ein neues Bewusst­sein für den Eigen­wert der Tiere als unsere Mit­geschöpfe. Die christliche Ver­ant­wor­tung muss so ver­standen wer­den, dass sie sich auf die gesamte Schöp­fung erstreckt. Pfar­reien, Kirchge­mein­den und andere kirch­liche Insti­tu­tio­nen, die sich für Ökolo­gie ein­set­zen, kön­nen sich bish­er mit dem Label »Grün­er Güggel« zer­ti­fizieren lassen. Die Selb­stverpflich­tung für eine tier­fre­undliche Kirche rückt nun ergänzend auch das Tier geziel­ter in den Fokus.»

Wann ist denn eine Pfar­rei tier­fre­undlich?

«Ein mit­füh­len­der und rück­sichtsvoller Umgang mit Tieren zeigt sich auf ver­schiedene Arten: Wer­den auf kirch­lichen Grund­stück­en Leben­sräume für Tiere geschaf­fen – wie zum Beispiel durch Anbrin­gen von Nistkästen für Vögel? Wer­den ver­mehrt veg­e­tarische oder veg­ane Apéros ange­boten? Kom­men Tiere im kirch­lichen Leben und Denken vor? Mit der Unterze­ich­nung der Selb­stverpflich­tung wird ein Prozess in Gang geset­zt, bei dem kon­tinuier­lich Umset­zungs­mass­nah-men für die Grund­sätze zur Tier­fre­undlichkeit getrof­fen wer­den. Ide­al wäre, wenn in den Pfar­reien eine Kom­mis­sion oder ein Team für dieses Anliegen gegrün­det würde. Das sorgt dafür, dass das The­ma im Fokus bleibt.»

Aber genau­so wichtig ist es, dass Tiere all­ge­mein häu­figer in der Liturgie und im kirch­lichen Denken vorkom­men.

Eve­line Schnei­der

Tierseg­nun­gen gibt es inzwis­chen in vie­len Pfar­reien. Braucht es noch mehr von diesen Ange­boten?

«Tierseg­nun­gen oder andere litur­gis­che Ange­bote mit unseren Mit­geschöpfen begrüssen wir sehr. Aber genau­so wichtig ist es, dass Tiere all­ge­mein häu­figer in der Liturgie und im kirch­lichen Denken vorkom­men. Wenn sie zum Beispiel in den Gebeten oder in der Predigt erwäh­nt wer­den, wird ein Bewusst­sein für Tiere gefördert. Es geht dabei auch darum, die Ambivalenz sicht­bar zu machen: Auf der einen Seite die grosse Liebe zu Katzen und Hun­den, auf der anderen Seite das Leid der Nutztiere. Die Kirchen haben hier eine beson­dere Ver­ant­wor­tung: Sie ver­mit­teln Werte und leben sie vor. Dadurch kön­nen sie in der Gesellschaft als Mul­ti­p­lika­toren für dieses über­aus wichtige Anliegen wirken.»

Wie viele Pfar­reien haben schon Inter­esse an der Selb­stverpflich­tung angemeldet?

«Wir ste­hen am Anfang und gehen erst am 4. Okto­ber in Roman­shorn mit unser­er Ini­tia­tive oziell an die Öffentlichkeit. Der dor­ti­gen ehe­ma­li­gen Gemein­delei­t­erin Gaby Zim­mer­mann ist die Schöp­fungsver­ant­wor­tung ein wichtiges Anliegen. Wir wollen danach aktiv auf Pfar­reien und andere kirch­liche Insti­tu­tio­nen zuge­hen. Wir möcht­en sie auch motivieren, kün­ftig den 4. Okto­ber – den Gedenk­tag des Heili­gen Franz von Assisi – alljährlich als Impul­stag für die Ver­ant­wor­tung für die Tiere mit einem Gottes­di­enst oder Bil­dungsver­anstal­tun­gen zu feiern.»

Weit­ere Infor­ma­tio­nen: www.tierfreundlichekirche.ch

Stephan Sigg

Archehof Rüegg

Tiersegnungen — zunehmend ein Bedürfnis

Tiere spie­len in katholis­chen Gottes­di­en­sten meis­tens nur eine mar­ginale Rolle. Son­ja Kroiss von der Seel­sorgeein­heit Mit­tleres Sar­ganser­land möchte dies ändern: Ein­mal im Jahr spricht die Seel­sorg­erin vor der Spleekapelle in Sar­gans Tieren und ihren Hal­tern Gottes Segen zu.

Warum bietet Seel­sorg­erin Son­ja Kroiss Tierseg­nun­gen an?

Bei der Tierseg­nung in Sar­gans wird jedes Tier und dessen Hal­terin oder Hal­ter einzeln mit Wei­h­wass­er geseg­net.

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Pfarrblatt im Bistum St.Gallen
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