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Perplex bei Witzen über Armut

Satirik­er Rena­to Kaiser bei dig­i­talem Anlass der Car­i­tas

Armut in der Schweiz sei für ihn als Satirik­er ein absur­des The­ma, sagt Rena­to Kai-ser. Der St.Galler erzählt, wieso Armut ein Gesicht braucht und wie Witze über Vorur-teile funk­tion­ieren.

«Unfair finde ich es, wenn man den Leuten auf der Strasse Geld wegen ihrem Erschei­n­ungs-bild gibt. Ich zum Beispiel bin pri­vat sehr schlecht gek­lei­det. Also nicht, weil ich kein Geld habe, son­dern ein­fach keinen Stil. Es kön­nte also dur­chaus sein, dass ein Obdach-los­er mich von oben bis unten anschaut, mir das Geld zurück­gibt und sagt, ich hätte das Geld nötiger als er.» Der St.Galler Satirik­er Rena­to Kaiser ste­ht auf der Bühne. In vorder­ster Rei­he im Pub­likum sitzt eine allein­erziehende Mut­ter, die am Exis­tenzmin­i­mum lebt. Neben ihr zu sehen ist ein Mann, der nach einem Burnout alles ver­lor. Und dann ist da noch Markus, der bei Pflegeel­tern und im Heim aufwuchs und für den das Schlimm­ste an der Armut die soziale Ver­wahrlosung ist. Nachgeschaut wer­den kann die Szene im SRF Archiv. Sie ist Teil der Sendung «Tabu», in der Rena­to Kaiser 2019 einige Tage mit von Armut betrof­fe­nen Men­schen ver­brachte und ver­suchte, der Armut in der Schweiz ein Gesicht zu geben.

Reich und fair

«Armut in der Schweiz ist für mich als Satirik­er eines der inter­es­san­testen The­men, denn es ist ein absur­des The­ma. Ich baue es seit Jahren regelmäs­sig in meine Pro­gramme ein», sagt Rena­to Kaiser gegenüber dem Pfar­reifo­rum. Er nen­nt das The­ma deshalb absurd, weil man auf den ersten Blick meinen kön­nte, Armut gebe es in der Schweiz eigentlich gar nicht, da die Schweiz doch so reich ist und irgend­wie fair daherkommt. «Bringe ich also Witze über Armut, dann sind viele im Pub­likum erst ein­mal aufrichtig per­plex. Manche haben sich noch nie Gedanken über dieses Prob­lem gemacht», sagt der 35-Jährige. Als Gegen­beispiel nen­nt er Sex­is­mus oder Ras­sis­mus – bei­des The­men, die mit ver­gle­ich­sweise mehr offen­sichtlichen Vorurteilen belastet seien.

Eigene Vorurteile ent­lar­ven

Das näch­ste Mal das The­ma Armut im Rah­men sein­er Auftritte aktu­al­isieren wird Rena­to Kaiser am 25. März. Dann hat ihn die Car­i­tas als Haupt-Act am dig­i­tal­en Frei­willi­ge­nan­lass «Gemein­sam gegen Armut mit Rena­to Kaiser» gebucht (siehe Text unten). The­ma des Abends ist unter anderem, wie sich im ganzen Car­i­tas-Netz in der Schweiz 4600 Men­schen gegen Armut ein­set­zen. «Bei Ver­anstal­tun­gen wie bei der Car­i­tas wis­sen eigentlich alle bess­er über das The­ma Bescheid als ich. Meine Auf­gabe als Satirik­er ist es daher, nicht ober­lehrerhaft daherzukom­men, son­dern den Blick von aussen hineinzubrin­gen», sagt Rena­to Kaiser. «Zweck der Satire ist es, nach oben auszuteilen und auch seine eige­nen Vorurteile zu ent­lar­ven.» Auf diese Weise gelinge es, Witze über harte The­men wie Armut zu machen. Rena­to Kaiser geht dabei oft von sich sel­ber aus: Was geht ihm durch den Kopf, wenn ihn auf Strasse ein Obdachlos­er um Geld bit­tet? Oder: Was denkt er, wenn wieder ein­mal Schlagzeilen liest wie etwa «Der frech­ste Sozial­hil­febezüger»? Die Art und Weise, wie in den Medi­en über Sozial-hil­febe­trof­fene berichtet wurde, war es denn auch, die ihn einst auf das The­ma Armut in der Schweiz aufmerk­sam machte. «Ich fand diese Sprache so komisch, dass ich mich zu fra­gen begann, woher das kommt», sagt er. (nar)

Frei­willig gegen Armut

An den dig­i­tal­en Frei­willi­ge­nan­lass «Gemein­sam gegen Armut mit Rena­to Kaiser» am 25. März 2021 sind alle ein­ge­laden, die sich für das frei­willige Engage­ment in der Car­i­tas inter­essieren oder sich bere­its als Frei­willige betäti­gen. Der Link zur Online-Ver­anstal­tung wird auf www.caritas-stgallen.ch pub­liziert. Ohne das frei­willige Engage­ment wäre die Bekämp­fung von Armut in der Schweiz nicht mach­bar.

Das Pfarreiforum bekommt ein neues Layout

«Wir möcht­en mit einem frischen, zeit­gemässen Erschei­n­ungs­bild eine bre­it­ge­fächerte Leser­schaft ansprechen», sagt Bar­bara Häch­ler, Admin­is­tra­tionsrätin und Präsi­dentin des Vere­ins Pfar­reifo­rum – Pfar­rblatt im Bis­tum St.Gallen.

Bar­bara Häch­ler, warum braucht das Pfar­reifo­rum einen Relaunch?

Das bish­erige Lay­out ist rund zehn Jahre alt. Die Lesege­wohn­heit­en, die Bedürfnisse der Leserin­nen und Leser und auch die Medi­en­land­schaft haben sich in dieser Zeit verän­dert. Es war also an der Zeit, über das «Out­fit» nachzu­denken. Uns war es wichtig, all diese Verän­derun­gen aufzunehmen. Mit dem neuen Relaunch kommt das Pfar­reifo­rum frisch und zeit­gemäss daher. Das neue Lay­out soll noch mehr Lust machen, ins Mag­a­zin «einzu­tauchen». Dazu kommt: Unsere Pub­lika­tion soll in der Ostschweiz­er Medi­en­land­schaft noch stärk­er wahrgenom­men wer­den und an Bedeu­tung gewin­nen. Das Pfar­reifo­rum bringt spir­ituelle The­men in die Öffentlichkeit und doku­men­tiert kirch­liche Ereignisse. Aber es kom­men zum Beispiel auch poli­tis­che The­men aus­ge­wogen zu Wort wie zulet­zt bei der Konz­ern­ver­ant­wor­tungsini­tia­tive.

Wie wurde das neue Lay­out entwick­elt?

Der Relaunch­prozess hat schon vor län­ger­er Zeit begonnen. 2019 gaben die Mit­glieder des Vere­ins an der Hauptver­samm­lung das OK. Der Prozess bein­hal­tete mehrere Phasen. Es wur­den unter anderem Feed­backs von Lesern sowie Fach­per­so­n­en aus Jour­nal­is­mus und Kom­mu­nika­tion einge­holt und aus­gew­ertet. In einem Wet­tbe­werb wur­den drei Agen­turen beauf­tragt, Lay­outvorschläge zu entwick­eln. Die Vorschläge der St.Galler Agen­tur «Die Gestal­ter» haben die Jury überzeugt. Neben dem Print-Relaunch wurde auch die Web­site erneuert. Teil des Prozess­es ist auch die Frage, ob der Name Pfar­reifo­rum erneuert wer­den muss. Die Mit­glieder wer­den an der Hauptver­samm­lung im Mai darüber befind­en.

Worauf wurde bei der Entwick­lung des neuen Lay­outs Wert gelegt?

Das Pfar­reifo­rum soll möglichst viele ver­schiedene Alters­grup­pen ansprechen. Das erre­ichen wir mit ein­er gut les­baren Schrift und einem «ein­facheren» Lay­out. Der bewährte Mix aus län­geren und kürzen Beiträ­gen soll beibehal­ten wer­den. Das Redak­tion­steam hat­te im bish­eri­gen Lay­out wenig redak­tionellen und gestal­ter­ischen Spiel­raum. Das neue Lay­out soll mehr Flex­i­bil­ität ermöglichen.


Zoom-Anlass für Inter­essierte

11. März 2021, 18.30 Uhr: Arnd Bünker, Leit­er des Schweiz­erischen Pas­toral­sozi­ol­o­gis­chen Insti­tuts (SPI) St.Gallen, gibt Ein­blick in die kirch­liche Sit­u­a­tion und aktuelle Entwick­lun­gen: Was heisst das für die Kirche? Und für das Pfar­reifo­rum? Braucht es einen neuen Namen? Redak­tion, Vor­stand und Redak­tion­skom­mis­sion­s­mit­glieder freuen sich auf den Aus­tausch mit Inter­essierten. Die Teil­nehmerzahl ist beschränkt

Anmel­dung


Was sind die Chan­cen des Pfar­reifo­rums?

Ich sehe unsere Pub­lika­tion als eine Beglei­t­erin. Sie schafft Ori­en­tierung und hil­ft bei der Mei­n­ungs­bil­dung. Es beleuchtet aktuelle The­men und Ereignisse aus christlich­er Sicht, es begleit­et aber auch die Ereignisse im Bis­tum und in den Seel­sorgeein­heit­en. Die Medi­en­land­schaft befind­et sich im Wan­del, es gibt immer weniger Platz für religiöse und ethis­che The­men. Das Pfar­reifo­rum füllt somit eine Nis­che. Das Pfar­reifo­rum ist ein Mag­a­zin für mod­erne Christi­nen und Chris­ten – es liefert auch Impulse, wie der christliche Glauben in der Gegen­wart gelebt wer­den kann. Wichtig scheint mir, dass das Pfar­reifo­rum mit der Zeit geht und der Relaunch ist ein Schritt in diese Rich­tung. Wenn wir uns bewe­gen, gehen neue Chan­cen auf und das Pfar­reifo­rum kann ganz nahe bei den Lesern sein.

Welche Beiträge inter­essieren Sie per­sön­lich?

Ich finde es span­nend, dass das Pfar­reifo­rum jew­eils einen the­ma­tis­chen Schw­er­punkt hat. Oft nimmt dieser die aktuelle Jahreszeit auf und immer wieder wird Bezug genom­men auf Lebenssi­t­u­a­tio­nen, die einen per­sön­lich betr­e­f­fen. Inspiri­erend fand ich in diesem Jahr zum Beispiel das Jan­u­ar-The­ma zu «Aufräu­men» und «Ord­nung» oder das Valentin­stags-Porträt über ein Ehep­aar. Das regt zum Nach­denken an. Mir gefällt der lokale Bezug: Das Pfar­reifo­rum berichtet über Ereignisse im Bis­tum und im Innen­teil, im Kern, finde ich dann Infor­ma­tio­nen der Pfar­reien / Kirchenge­mein­den. Die Bärentatze behalte ich mir immer für den Schluss ab: Die witzi­gen, kurzen State­ments lese ich sehr gerne. 

Inzwis­chen erscheint das Pfar­reifo­rum in fast allen Pfar­reien des Bis­tums. Es ist somit auch ein Medi­um, das Brück­en baut und das Gemein­schafts-Gefühl im Bis­tum stärkt.

Bar­bara Häch­ler

Wie hat sich die Bedeu­tung des Pfar­reifo­rums in den let­zten zwanzig Jahren verän­dert?

Ich bin erst seit ca. zehn Jahren Leserin des Pfar­reifo­rums, aber ich glaube allein schon in dieser Zeit hat eine grosse Verän­derung stattge­fun­den. Ich kann mich noch an die Sit­u­a­tion in mein­er Pfar­rei St.Gallen-Bruggen erin­nern: Da erhiel­ten früher die Pfar­reim­it­glieder ein reines Infor­ma­tions­blät­tli mit Gottes­di­en­stzeit­en, Büroad­ressen, per­son­ellen Verän­derun­gen usw. Heute erhält man mit Pfar­reifo­rum ein pro­fes­sionelles Mag­a­zin, mit dem eine bre­ite Leser­schaft ange­sprochen wer­den kann. Es beste­ht die grosse Chance, dass durch den attrak­tiv­en The­men­mix auch Kirchen­ferne auf die Ange­bote der Pfar­reien / Kirchge­mein­den aufmerk­sam wer­den und mit­bekom­men, was vor Ort läuft. Das Pfar­reifo­rum vere­int kirchen­na­he und ‑ferne Leserin­nen und Leser. Inzwis­chen erscheint das Pfar­reifo­rum in fast allen Pfar­reien des Bis­tums. Es ist somit auch ein Medi­um, das Brück­en baut und das Gemein­schafts-Gefühl im Bis­tum stärkt.

Inter­view: Stephan Sigg

«Musik wäscht mir den Staub von der Seele»

Musik ist und war für Roland «Tschi­ibii» Grossen­bach­er (71) stets Ther­a­pie und Kraftquelle. Mit dem eige­nen Rock- & Pop-Muse­um in Nieder­büren hat er sich seinen Leben­straum erfüllt. Immer wieder halfen dem gel­ern­ten Koch die Musik und sein Glaube aus per­sön­lichen Tal­sohlen.

«Over and over» von «The Dave Clark Five» war Roland Grossen­bach­ers erste Plat­te, die er sich Mitte der 60er-Jahre von seinem beschei­de­nen Lehrlingslohn gekauft hat. «Ich arbeit­ete im Bahn­hof­buf­fet in St.Gallen ger­ade in der Patis­serie, als dieser Song im Radio lief und mich ab den ersten Tak­ten fes­selte», erin­nert sich der 71-Jährige. Diese Plat­te ist heute neben Tausenden von anderen Exponat­en im Rock- & Pop-Muse­um in Nieder­büren zu bewun­dern. Dank ein­er Erb­schaft kon­nte Roland Grossen­bach­er, der von seinem Umfeld nur Tschi­ibii genan­nt wird, eine einzi­gar­tige Samm­lung an Trou­vaillen erste­hen. Dazu gehören beispiel­sweise sel­tene Orig­i­nal-Auto­gramme sowie Gold- und Platin­schallplat­ten von Kün­stlern, welche vorher von Spezial­is­ten auf deren Echtheit über­prüft wur­den. Das wohl wertvoll­ste Stück dieser imposan­ten Samm­lung: eine gold­ene LP von John Lennon, welche die Ikone einst für «Imag­ine» erhal­ten hat.

Schwierige Zeit­en
Mit viel Lei­den­schaft und Fach­wis­sen führte Roland Grossen­bach­er in den ver­gan­genen sieben Jahren über 1600 Grup­pen durch die Ausstel­lung und damit durch über hun­dert Jahre Musikgeschichte. Er und sein Team arbeit­en alle ehre­namtlich im Muse­um. Materielles ist für den uner­schüt­ter­lichen Opti­mist sowieso neben­säch­lich. Seine Mut­ter hat er nie gekan­nt, stattdessen wuchs Roland Grossen­bach­er in Basel und im Emmen­tal auf und ver­brachte auch einige Zeit in einem Rhein­taler Waisen­haus. Nach dem Lehrab­schluss als Koch fol­gten bewegte und wie Tschi­ibii sagt «unge­sunde» Jahre in Zürich. «Es waren die wilden 60er und ich liess mich voll vom dama­li­gen Zeit­geist und dem aufk­om­menden psy­chodelis­chen Sound mitreis­sen. Ich lebte von der Hand in den Mund und ver­schuldete mich zuse­hends.» Mit zwanzig wurde er erst­mals Vater.

Schritt für Schritt Halt gefun­den
Halt und Struk­tur brachte ihm das Fuss­ball­spie­len im Vere­in, die Musik und auch sein bis heute unge­broch­en­er Glaube: «Im Rück­blick sehe ich klar, wie Jesus mich an der Hand nahm und mir sagte: ‹Tschi­ibii, nimm dein Leben in die Hand und gehe einen neuen, soli­den Weg.›» Zusam­men mit sein­er zweit­en Frau Uschy, die er 1975 ken­nen­lernte, arbeit­ete er sich Schritt für Schritt aus dem Schulden­sumpf her­aus. «Ich hat­te in meinem Leben trotz viel­er Steine im Weg auch sehr viel Glück und eine Art Urver­trauen. Heute geht es uns gut. Wir führen ein beschei­denes, aber sehr erfülltes Leben.» Beson­ders viel Freude bere­it­en ihm die Begeg­nun­gen im Rock- & Pop-Muse­um. Der Vere­in «Rock- & Pop-Muse­um Nieder­büren» zählt 530 Mit­glieder. Er unter­hält und sichert den Fortbe­stand des Muse­ums. «Ich erlebe immer wieder, wie die Musik die Men­schen berührt, tröstet und glück­lich macht. Dass ich und mein Team diese Gefüh­le mit unserem Ange­bot den Besuch­ern näher brin­gen und ver­mit­teln dür­fen, erachte ich als gross­es Geschenk.»

Ros­alie Manser

Mit Abenteuerlust und Humor durch 50 Ehejahre

Reise- und Aben­teuer­lust, die Ver­bun­den­heit mit der Fam­i­lie, der Heimat und der Gemein­schaft in ihrem Wohnort Bütschwil: Diese The­men ziehen sich durch das Leben von Annelise und Leo Rüthe­mann. Die bei­den sind seit 50 Jahren ver­heiratet. Doch wie schafft man das? Das hat sie das Pfar­reifo­rum anlässlich des Valentin­stags gefragt und in Bütschwil besucht.

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Zurück ins Kinderzimmer

Uni-Seel­sorg­er Thomas Reschke darüber, was junge Men­schen während der Pan­demie bedrückt.

Thomas Reschke, wir befind­en uns im zweit­en Jahr des Social Dis­tanc­ing. Mit welchen The­men kom­men die Studieren­den auf Sie als Uni-Seel­sorg­er zu?

Thomas Reschke: Vor einem Jahr hat­te die Coro­n­akrise für die Studieren­den noch den Reiz des Neuen und wirk­te kaum bedrohlich. Im Vorder­grund standen Fra­gen wie die Prü­fungs­gerechtigkeit und der Wun­sch nach Präsen­zprü­fun­gen. Da viele Studierende während des Lock­downs nur ein kleines Zim­mer in St.Gallen hat­ten, zogen sie wieder nach Hause in ihr «Kinderz­im­mer». Diese «Zwangsin­fan­til­isierung» ste­ht dem Traum von der Stu­dien­zeit als schön­ste Zeit des Lebens mit vie­len neuen Begeg­nun­gen sehr ent­ge­gen. Da in die Stu­dien­zeit auch die Phase der Part­nerfind­ung fällt, ist diese durch die Coro­na-Sit­u­a­tion erschw­ert.

Aktuell hat sich die Sit­u­a­tion noch nicht wirk­lich geän­dert.

Thomas Reschke: Lei­der ja. Ich kenne auch keinen Studieren­den, an dem die Coro­na-Pan­demie spur­los vor­beige­gan­gen ist. Die Pan­demie hat die Vul­ner­a­bil­ität aller Men­schen gezeigt: Egal ob arm oder reich. Sie ver­stärk­te zudem die Äng­ste, die bei manchen Studieren­den ohne­hin da sind. Beispiele dafür sind die Sor­gen, ganz allein oder dem Studi­um nicht gewach­sen zu sein. Hinzu kom­men die Angst vor der Kli­makatas­tro­phe oder vor ein­er poli­tisch fatal­en Welt­si­t­u­a­tion, die Sorge um Men­schen im Ver­wandtenkreis, die schw­er krank sind oder die Gewis­sheit, nicht ein­mal eine Hochzeit ver­lässlich pla­nen zu kön­nen.

Wie wirkt sich diese Unsicher­heit auf Ihre Arbeit als Uni-Seel­sorg­er aus?

Thomas Reschke: Die Seel­sorge ist in Zeit­en von Coro­na per­sön­lich­er und inten­siv­er ge-wor­den. Auch kom­men viele Studierende zu mir, die sich früher wohl nicht an mich gewen­det hät­ten. Einige haben die ablenkungs­freie Zeit während der Pan­demie auch als Phase der Entschei­dungs­find­ung genutzt und etwa um Taufe und Fir­mung gebeten. Die Coro­na-Zeit ist also auch eine pas­torale Chance. Die jun­gen Men­schen erwarten, dass die Kirchen Denkange­bote des Glaubens ver­mit­teln, die ihnen Hoff­nung und Halt geben.

Um Hoff­nung während der Coro­na-Zeit zu schenken, haben Sie in die Semes­ter­gottes­di­en­ste Back­cast­ing-Gedanken­ex­per­i­mente einge­baut. Wie funk­tion­ieren diese?

Thomas Reschke: Meine Predigt um Back­cast­ing-Exper­i­mente zu erweit­ern, kam bei den Studieren­den extrem gut an. Die Meth­ode funk­tion­iert fol­gen­der­weise: Man set­zt das ret­tende Han­deln Gottes voraus und blickt auf die Gegen­wart. Dabei stellt man sich die Frage, worüber man sich nach Coro­na wun­dern wird. Das kön­nte zum Beispiel sein, dass durch die Pan­demie Sol­i­dar­ität wichtiger gewor­den ist statt der Egotrip. Oder dass einem die Bedeu­tung von Fre­und­schaften neu bewusst wird und man sie wieder stärk­er wertschätzt.

Wie hat die Pan­demie Sie per­sön­lich verän­dert?

Thomas Reschke: Für jeman­den wie mich, der es gewohnt ist, alle Anlässe ein Jahr im voraus zu pla­nen, ist die Coro­na-Zeit eine spir­ituelle Her­aus­forderung, zu mehr Gelassen­heit und Demut zu find­en. Nahe ging mir vor allem, dass Anlässe wie Trauer­feiern nur im kle­in­sten Kreise stat­tfind­en kon­nten und das Trös­tende der sicht­baren Gemein­schaft fehlte. Auch das etliche Hochzeit­en ver­schoben wer­den mussten, war berührend. Eine Braut war so untröstlich, dass ich an ihrem geplanten Tag eine Seg­nung im kle­in­sten Kreis gemacht habe, sozusagen als ersten Schritt auf die Hochzeit hin. Für mich per­sön­lich gab diese Zeit auch einen Schub, mich mehr mit den dig­i­tal­en Optio­nen zu beschäfti­gen, wie etwa ein Anmeldesys­tem für Ver­anstal­tun­gen zu kreieren oder mehr via sozialen Net­zw­erken zu inter­agieren.

Wenn Sie einen Wun­sch frei hät­ten, welch­er wäre das für das aktuelle Jahr?

Thomas Reschke: Eines der wichtig­sten The­men 2021 ist sich­er die Rückbesin­nung auf den Wert der Gemein­schaft. Doch welche Nähe ist in diesem Jahr möglich und welche Dis­tanz ist nötig? Für die Studieren­den bein­hal­tet das beispiel­sweise die Frage nach Aus­landsse­mes­tern. Wer­den sie möglich sein? Was bringt ein Aus­landsse­mes­ter etwa in Har­vard, wenn dort online unter­richtet wird und man kaum die Möglichkeit hat, andere ken­nen­zuler­nen? An der Uni­ver­sität St.Gallen gibt es über hun­dert Vere­ine. Auch da stellt sich die Frage, wie Gemein­schaft weit­er­hin gepflegt wer­den kann, falls Präsen­zver­anstal­tun­gen ver­boten sein soll­ten. Hätte ich einen Wun­sch frei, dann wäre dieser, dass wir 2021 ein gross­es unbeschw­ertes Fest feiern kön­nen, weil die Pande-mie über­wun­den ist und wir uns an der Mor­gen­röte ein­er neuen Welt erfreuen dür­fen. (nar)

Geht nicht, gibt’s nicht

Seit ihrer Kind­heit ist Margrit Hunold-Schoch mit der Kirche ver­bun­den – und mit Beizen. Die 58-jährige aus dem Linthge­bi­et ist 2021 die höch­ste St.Galler Katho­likin. Sie freut sich auf leb­hafte Debat­ten im Par­la­ment.

Wie kommt es, dass man im Alter von 58 Jahren uner­wartet seine Pfer­deliebe ent­deckt? Braucht man ein «Beizen»-Gen, um in einem Casi­no zu arbeit­en? Und wie wird man poli­tisch, lernt zu disku­tieren und Lösun­gen auszuhan­deln? Margrit Hunold-Schoch ist 2021 Par­la­mentspräsi­dentin des Katholis­chen Kon­fes­sion­steils des Kan­tons St.Gallen.

Wer mit der Tscher­lerin über ihr neues Amt spricht, dem stellen sich unter anderem diese Fra­gen. Der spricht also unweiger­lich auch über eine Tier­ret­tungsak­tion der drei Töchter, einen Gross­vater mit eigen­er Wirtschaft und Eltern, die sich durch Ein­satz und Behar­rlichkeit ihre Träume erfüll­ten. «Geht nicht, gibt es nicht. So lautete ein­er der Grund­sätze meines Vaters», sagt Margrit Hunold-Schoch und erzählt, wie sehr sie die Diskus­sion­skul­tur im Par­la­ment schätzt. Seit 2007 ver­tritt sie die Region Werdenberg/Sarganserland im Par­la­ment. Dort hat sie es sich beispiel­sweise zur Auf­gabe gemacht, während der Fusion­ierung der Pfar­reien zu Seel­sorge-ein­heit­en auf aus­geglich­ene Verteilschlüs­sel zwis­chen den einzel­nen Pfar­reien zu acht­en. Als Präsi­dentin möchte sie einen lebendi­gen Führungsstil in die Ses­sio­nen brin­gen und zu Debat­ten ani­mieren.

Von Schwest­ern inspiri­ert

Aufgewach­sen ist Margrit Hunold-Schoch in Schä­nis. In einem Eltern­haus, das immer auch in das kirch­liche Leben einge­bun­den war. Als Jugendliche war Margrit Hunold-Schoch unter anderem Mit­glied der Schön­stät­ter-Mäd­chen­gruppe in Quar­ten. «Die Begeg­nun­gen mit den Schön­stät­ter-Marien­schwest­ern gehörten damals für mich zu den ein­drück­lich­sten. Die Schwest­ern kon­nten mir ger­ade bei weltlichen The­men weit­er­helfen, wie ich es nie erwartet hätte. Etwa wenn meine Gefühlswelt wieder ein­mal durcheinan­derg­er­at­en war», sagt sie.

Nach Tscher­lach bei Walen­stadt zog Margrit Hunold-Schoch später zusam­men mit ihrem Mann. Dort wurde sie ange­fragt, ob sie sich zunächst als Aktu­ar­in, später als Präsi­dentin im Kirchen­ver­wal­tungsrat engagieren würde. Als die drei Töchter älter wur­den, kamen neue beru­fliche Her­aus­forderun­gen dazu. Aktuell arbeit­et sie als Per­son­allei­t­erin im Casi­no Bad Ragaz. Von dem Job erfuhr sie von einem Bekan­nten. «Er sagte zu mir, du magst doch Her­aus­forderun­gen. Und du hast eine Beziehung zum Gast­gewerbe durch deine Ver­wandtschaft. Der Job wäre wie gemacht für dich», erin­nert sich Margrit Hunold-Schoch und sagt: «Er hat­te Recht. Das Beizen-Gen habe ich schon geerbt.»

Welt voller Gegen­sätze

So sind es ger­ade auch die Gegen­sätze, der direk­te Kon­takt mit Men­schen, die sie faszinieren und die Kreise, die sich im Leben so oft schliessen: Die besinnliche Welt der Kirche und das bunte Treiben in der Gas­tronomie, wie sie es seit ihrer Kind­heit ken­nt, gehören für sie zusam­men. Und dann ist da noch die Geschichte mit den Pfer­den. Als ihre Töchter kür­zlich ein ver­wahrlostes Pferd ret­teten, beschloss sie spon­tan, mit dem Pferd Par­el­li-Train­ing zu besuchen. «Ich hätte nie gedacht, dass ich mich ein-mal für Pferde inter­essieren würde», sagt sie. «Doch dann erin­nerte ich mich daran, wie doch einst auch mein Vater im Mil­itär­di­enst seine Liebe zu Pfer­den ent­deckt hat­te.» (nar)

Hermann Schmelzer Rabbiner

Rabbiner Schmelzer

Rab­bin­er Her­rmann Schmelz­er stand der Jüdis­chen Gemeinde in St.Gallen über 44 Jahre als geistlich­es Ober­haupt vor. Als engagiert­er Dialog­part­ner prägte er das Miteinan­der der Reli­gio­nen in der Ostschweiz. Er starb am 30. Novem­ber in St.Gallen.

«Ich habe Rab­bin­er Schmelz­er als beein­druck­enden Botschafter des Juden­tums erlebt», sagt Eve­lyne Graf, The­olo­gin und langjährige Redak­torin des Pfar­reifo­rums. Sie begeg­nete Rab­bin­er Schmelz­er als Jour­nal­istin und als The­olo­gin, in der Ethik­gruppe des Kan­tons und als Mit­glied der Christlich-Jüdis­chen Arbeits­ge­mein­schaft St.Gallen/Ostschweiz. «Mich hat seine tiefe religiöse und human­is­tis­che Bil­dung beein­druckt.» Roland Richter, ehe­ma­liger Präsi­dent der Jüdis­chen Gemeinde St.Gallen, schreibt im Nachruf im St.Galler Tag­blatt: «Sein wach­er Geist blieb Schmelz­er bis zulet­zt erhal­ten. Er beobachtete, über­legte, notierte auf Zetteln, die er immer auf sich trug, und kom­men­tierte. (…) Gerne emp­fahl er kon­tro­verse Büch­er und freute sich auf die anschliessende Diskus­sion darüber.»

Inter­re­ligiös­er Dia­log
«Typ­isch für Rab­bin­er Schmelz­er war auch seine Fröh­lichkeit», sagt Eve­lyne Graf, «das war nichts Aufge­set­ztes, diese Fröh­lichkeit wurzelte in ein­er tiefen Gottes­beziehung.» Der Inter­re­ligiöse Dia­log sei ihm ein wichtiges Anliegen gewe­sen. Er habe inten­siv die Schriften des Islams und des Chris­ten­tums studiert, um ein Ver­ständ­nis für die Posi­tio­nen der anderen Reli­gio­nen zu bekom­men. «Das beschränk­te sich bei ihm aber nicht nur auf die abra­hami­tis­chen Reli­gio­nen, son­dern er beschäftigte sich auch mit den asi­atis­chen Reli­gio­nen.»

Von Malmö nach St.Gallen
1932 in Ungarn geboren, besuchte Schmelz­er die Rab­bin­er­schule in Budapest und die Ecole Rab­binique in Paris. 1958 wurde er als Reli­gion­slehrer nach Stock­holm berufen, studierte später in Lon­don. Im schwedis­chen Malmö erhielt Schmelz­er 1962 seine Ordi­na­tion als Rab­bin­er. 1968 wurde er schliesslich nach St.Gallen berufen. «Schmelz­er hielt die kleine und bedeu­tende jüdis­che Gemeinde durch Respekt, Öff­nung, Dia­log und ange­wandtes Juden­tum zusam­men», schreibt der Jour­nal­ist Yves Kugel­mann im Nachruf im jüdis­chen Mag­a­zin «tach­les». Sein Wis­sen über die Reli­gion­s­geschichte und die hebräis­che Sprache gab er auch weit­er, viele Jahre hat­te er einen Lehrauf­trag an der Uni­ver­sität St.Gallen und war Stu­den­tenseel­sorg­er. 2012 been­dete er seine Tätigkeit als Rab­bin­er. Schmelz­er war laut «tach­les» dien­stäl­tester Schweiz­er Rab­bin­er.

Ein­satz für Human­ität
Schmelz­er war von Anfang an Mit­glied der Christlich-Jüdis­chen Arbeits­ge­mein­schaft St. Gallen/Ostschweiz (CJA). Der Vere­in will mit Ver­anstal­tun­gen, Infor­ma­tio­nen und Begeg­nun­gen das gegen­seit­ige Ver­ständ­nis von Chris­ten und Juden fördern. Men­schen jüdis­chen und christlichen Glaubens sollen sich mit gegen­seit­igem Ver­ständ­nis und Respekt für die andere Glaubens­ge­mein­schaft begeg­nen, gemein­same Anliegen erken­nen und sich vere­int für Human­ität, Gerechtigkeit und Frieden ein­set­zen. Der aktuelle Präsi­dent der CJA St.Gallen, Pfar­rer Andreas Schwen­den­er, traf Rab­bin­er Schmelz­er nach dessen Pen­sion­ierung oft bei Spaziergän­gen in Rot­mon­ten. «Rab­bin­er Schmelz­er war stets über­aus zurück­hal­tend, sein span­nen­des Leben in der Öff entlichkeit pub­lik zu machen», so Schwen­den­er. Als er 2018 Schmelz­er bei einem Spazier­gang
traf, kon­nte er ihn zu einem spon­ta­nen Video-Inter­view motivieren.


Schwen­den­er und Schmelz­er sprechen im Video vor allem über the­ol­o­gis­che The­men wie die geschichtliche Wende zur Säku­lar­isierung und die daraus resul­tieren­den Vor- und Nachteile für die Reli­gio­nen. «Am Schluss erzählte Her­mann Schmelz­er auch von sein­er Zeit im kom­mu­nis­tis­chen Ungarn und der Ethik eines Rab­bin­ers in schwieri­gen Zeit­en», so Schwen­den­er, «Schmelz­er wusste, was die Neuzeit für die Reli­gio­nen an Her­aus­forderun­gen gebracht hat. Und er kon­nte sich trotz­dem für das Spez­i­fi sche ein­er Reli­gion ein­set­zen, auch wenn darin vieles unzeit­gemäss und skur­ril erscheint.» Bat­ja Guggen­heim, Co-Präsi­dentin der Jüdis­chen Gemeinde St.Gallen, sagte in einem Inter­view auf kath.ch zum Tod von Rab­bin­er Schmelz­er: «Wir haben einen Gesprächspart­ner, einen Denker und Forschen­den ver­loren. Her­rmann Schmelz­er war ein Fra­gen­der, ein kri­tis­ch­er Geist, eine her­aus­fordernde Per­sön­lichkeit und eine moralis­che Instanz.»

Stephan Sigg

«Online Advents-Ticker»

In diesem Advent ist vieles anders. Die Pfar­reien und andere kirch­liche Insti­tu­tio­nen pla­nen momen­tan ver­schiedene Aktio­nen, Anlässe und Aktiv­itäten, damit sich Kinder, Jugendliche und Erwach­sene auch in diesem Jahr auf Wei­h­nacht­en ein­stim­men kön­nen. Die Pfar­reifo­rum-Redak­tion zeigt, was läuft und begleit­et Sie durch den Advent.

 

20. Dezem­ber: Wei­h­nacht­en selb­st gestal­ten

In diesem Jahr müssen sich viele Fam­i­lien auf ein Wei­h­nachts­fest zu Hause beschränken. Das bietet die Chance, sich ganz ein­fach und per­sön­lich mit der hoff­nungsvollen Botschaft aus Beth­le­hem auseinan­derzuset­zen. Dafür stellt die Schweiz­er Bischof­skon­ferenz Ideen, Anre­gun­gen und ver­schiedene Mate­ri­alien in einem Heft zur Ver­fü­gung, das es zum Down­load gibt. Ob eine besinnliche Ein­leitung von Abt Urban Fed­er­er vom Benedik­tin­erk­loster Ein­siedeln, Lied­texte, Impulse oder das Luka­se­van­geli­um: Alles ist parat für eine kleine Feier daheim.

 

16. Dezem­ber: Üben fürs Balkon­sin­gen — #Balkon­sin­gen

Spätestens jet­zt ist der Zeit­punkt gekom­men, fürs Balkon­sin­gen am 23., 24. und 25. Dezem­ber jew­eils um 20 Uhr zu üben. Das Liederblatt gibt es hier. Öff­nen Sie ihr Fen­ster oder treten sie auf den Balkon, und sin­gen Sie auf diese Weise mit andern. So erleben sie an Wei­h­nacht­en trotz Coro­na Gemein­schaft. Eine kleine Inspi­ra­tion find­en Sie zudem im nach­fol­gen­den Video:

 

15. Dezem­ber: Gruss­botschaft an die Lieb­sten schick­en — Kloster­platz St. Gallen

Sich einen Moment mit­ten in der Stadt zurückziehen und sich Zeit für geliebte Men­schen nehmen: Das ermöglicht der Con­tain­er, der in diesem Jahr vor dem Christ­baum auf dem St. Galler Kloster­platz ste­ht. Aufgestellt hat ihn die City­seel­sorge. Im Con­tain­er dür­fen alle, die möcht­en, eine kosten­lose Postkarte schreiben.  Zur Auswahl ste­hen drei ver­schiedene Karten. Der Briefkas­ten im Con­tain­er wird täglich geleert und die Wei­h­nachtswün­sche in die ganze Welt ver­schickt.

 

14. Dezem­ber: «Mary, did you know?» — GAMS

Patric Scott, umtriebiger Sänger, Schaus­piel­er und Lie­der­ma­ch­er aus Gams, hat für Wei­h­nacht­en 2020 das dig­i­tale Wei­h­nacht­sal­bum «Snowflakes» veröf­fentlicht. Darauf zu hören sind auch Neuauf­nah­men bekan­nter Wei­h­nacht­slieder aus der christlichen Gospel­szene wie zum Beispiel «Mary, did you know?» (Maria, hast du gewusst?») oder «Who would imag­ine a king».  Das Album kann auf YouTube oder Spo­ti­fy ange­hört wer­den.

 

12. Dezem­ber: Amm­ler-Krippe — AMDEN

Seit vie­len Jahren zieht die Krippe in der katholis­chen Kirche in Amden Men­schen aus nah und fern an — und sie kann auch in diesem Jahr bestaunt wer­den (vom 24. Dezem­ber bis Ende Jan­u­ar)! Die gewaltige Krip­pen­land­schaft mit Fig­uren und Kunst­werken bildet ein beein­druck­endes Gesamtkunst­werk. Kirchenpfleger Beat Gmür und Rolf Böni sowie Sakris­tan Erich Sax — wie auch andere Helfer — während des Jahres in den Amm­ler Bergen unter­wegs. Sie sam­meln Mate­r­i­al für die riesige Krip­pen­land­schaft. Uralte Schin­deldäch­er, ganze Seit­en­wände, Balken, und Türen von abge­broch­enen Gaden leg­en sie während des Jahres geflissentlich bei­seite. Öff­nungszeit­en: täglich 9–18 Uhr, beacht­en Sie evtl. Anpas­sun­gen auf www.amden-weesen.ch

Ein Video der Krippe (2015)

 

9. Dezem­ber: Quellen der Kraft aus dem Kloster Mari­azell Wurms­bach

Pünk­tlich zum Advent haben die Zis­terzienserin­nen am Oberen Zürich­see ihr neues Video veröf­fentlicht. In «Quellen der Kraft» zeigen die Schwest­ern, wo sie Kraft, Inspi­ra­tion und Energie find­en. Im Video ist Glock­en­geläut und der Gesang «Veni Domine» zu hören. Ger­ade im Hin­blick auf das schwierige Jahr 2020 sind die Impres­sio­nen aus dem Kloster eine Quelle der Kon­tem­pla­tion und Inspi­ra­tion. Die meis­ten Sequen­zen ent­standen kurz vor dem Lock­down im März 2020.

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8. Dezem­ber: Adventliche Kirchen­musik aus St.Gallen — ST.GALLEN

Konz­erte fall­en aus. Studierende und Lehrkräfte der diöze­sa­nen Kirchen­musikschule stim­men deshalb mit einem klin­gen­den YouTube-Adventskalen­der musikalisch auf Wei­h­nacht­en ein: 

Zum YouTube-Kanal

3. Dezem­ber: Durch den Advent mit Kinder­au­gen — Buchtipp

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Im Advent 24 ver­schiedene Engel malen. Oder ein­same Per­so­n­en in der Nach­barschaft mit einem Geschenk über­raschen und so die wei­h­nachtliche Hirten­le­gende in die heutige Zeit holen: Das Buch «Schatzk­iste für die Wei­h­nacht­szeit. Mit Kindern spie­len, feiern, kreativ sein» von Moni­ka Thut Birch­meier beschreibt mit zahlre­ichen Ideen, wie Fam­i­lien den Advent auf neue Weise ent­deck­en kön­nen. Dabei geht es nicht in erster Lin­ie um Schog­gi, Lichter­ket­ten und Geschenke, son­dern darum, die Wei­h­nachts­botschaft mit Grun­der­fahrun­gen des Lebens zu verknüpfen.

 
 
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1. Dezem­ber: «Trotz­dem Licht» Aktio­nen in St.Gallen - ST.GALLEN

Die katholis­che Kirche im Leben­sraum St.Gallen macht auf ein­er Über­sichts-Seite auf alle Advents- und Wei­h­nacht­sange­bote in ihrem Einzugs­ge­bi­et aufmerk­sam. Zur Über­sicht

28. Novem­ber: «Von Anfra­gen über­ran­nt» — ST.GALLEN

Andrea Stauss, die in St.Gallen dieses Jahr zum ersten Mal einen «Umgekehrten Adventskalen­der» (siehe Dezem­ber-Aus­gabe Pfar­reifo­rum) lanciert, schreibt am 27. Novem­ber in ein­er E‑Mail an alle Mitwirk­enden: «Die Aktion ist auf grossen Anklang gestossen und ich wurde über­ran­nt mit Anfra­gen.» Bis 27. Novem­ber haben sich 60 Frei­willige zum Mit­machen angemeldet und «es kom­men laufend Anfra­gen rein».

Infor­ma­tio­nen zum «Umgekehrten Adventskalen­der»

27. Novem­ber: Kolum­bans Brief­tauben — RORSCHACH

«Wann haben Sie das let­zte Mal einen per­sön­lichen Post­brief geschrieben? Oder einen bekom­men?», fragt der Pfar­reirat Rorschach in seinem aktuellen Pfar­reifo­rum-Innen­teil, «In Zeit­en, in denen per­sön­liche Tre­f­fen schwierig sind, kann das Briefeschreiben nach­haltig wirken. Wir laden Sie ein, mitzu­machen, entwed­er als AbsenderIn oder Empfän­gerIn, so dass ein Dia­log entste­hen kann. Wir wer­den Sie als «Kolum­bans Brief­tauben» darin unter­stützen. Adresse und weit­ere Infor­ma­tio­nen (ssi)

25. Novem­ber: Adventsweg für Fam­i­lien — GOSSAU SG

Ein inspiri­eren­der Spazier­gang mit der Fam­i­lie: Das Kat­e­chetinnen-Team der Pfar­rei Gos­sau SG bietet für alle Inter­essierten und ganz beson­ders für Fam­i­lien einen Adventsweg im Bibel­gar­ten an. Bei unter­schiedlichen Sta­tio­nen gibt es Wis­senswertes, Kreatives und Besinnlich­es zu ent­deck­en. Per­so­n­en, die im Advent eine beson­dere Rolle spie­len wie etwa Niko­laus oder Bar­bara.

Die einzel­nen Posten sind mit einem Stern markiert und dort kön­nen über einen QR-Code mit dem Handy die Infor­ma­tio­nen bezo­gen wer­den. Alle genauen Details wer­den auf dem Fly­er ersichtlich sein, der zum Adventsweg aufliegen wird. Weit­ere Infor­ma­tio­nen (ssi)

21. Novem­ber: Was pla­nen Sie?

Hier weisen wir ab 25. Novem­ber täglich auf inter­es­sante Ange­bote hin, zeigen Schnapp­schüsse und teilen Fund­stücke sowie beson­dere Empfehlun­gen der Redak­tion. Pla­nen Sie beispiel­sweise einen Geschicht­en-Adventskalen­der auf Youtube? Über­tra­gen Sie in Ihrer Gemeinde ein wei­h­nächtlich­es Konz­ert per Stream­ing? Oder ini­ti­ieren Sie eine andere orig­inelle Adventsak­tion? Dann lassen Sie uns dies per E‑Mail wis­sen. Die Pfar­reifo­rum-Redak­tion wün­scht Ihnen allen eine besinnliche sowie stim­mungsvolle Advents- und Wei­h­nacht­szeit. (ssi)

 

Pfarrblatt im Bistum St.Gallen
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