Museumstipps für den Sommer 2019

Altes Bad Pfäfers – auf den Spuren von Paracelsus
Das Alte Bad Pfäfers ist in einem monumentalen Badhaus mit Kapelle beheimatet. Das Badmuseum vermittelt einen Einblick in die wechselvolle Geschichte des Bades und des Badens von den Ursprüngen bis in die Gegenwart. Wichtige Ausstellungssthemen sind die Entdeckung der Quelle im Mittelalter, das Pfäferser Heil--bad als Humanistentreffpunkt, die Herausleitung des Wassers aus der Schlucht im Jahr 1630 sowie der barocke Bäderbau von 1704 bis 1716. Das Klostermuseum stellt das Benediktiner-Kloster als geistliches und kulturelles Zentrum des Sargan-ser-lan-des dar, von der Gründung bis zur Aufhebung im Jahr 1838. Das Leben und Wirken des Paracelsus, der als erster Badearzt im Alten Bad Pfäfers wirkte, wird in der Paracelsus-Gedenkstätte gezeigt. Die grosszügig gestaltete Mediathek und ein Audiowalk machen die Geschichte des Bades und des Badens erlebbar. Zum Alten Bad Pfäfers besteht ein allgemeines Fahrverbot. Zugang nur zu Fuss, mit Schluchtenbus oder Pferdekutsche ab Bad Ragaz oder zu Fuss ab Pfäfers oder ab Valens.
www.altes-bad-pfaefers.ch


Mandala – Auf der Suche nach Erleuchtung
St.Gallen: Seit Urzeiten versuchen Menschen zu erfahren, was die Welt im Innersten zusammenhält. Mittels Meditation, Trance oder auch im Drogenrausch möchte er «Gott sehen», «sich selbst erkennen», «wieder eins mit der Schöpfung werden». Die Sonderausstellung (bis 26. Januar 2020) im Historischen und Völkerkundemuseum vermittelt das Thema mit Objekten aus allen grossen Religionen, mit Installationen, Film und Klang. Dabei werden die Gemeinsamkeiten dieses weltweiten menschlichen Strebens sichtbar. Somit setzt die Ausstellung einen Impuls gegen derzeitige gesellschaftliche Spaltungstendenzen.
www.hvmsg.ch


Gonzen: Im Berg-(H)Erz
Sargans: Als die letzten Mineure und Knappen 1966 das Eisenbergwerk Gonzen verliessen, verstummten das Dröhnen der Kompressoren und das Rattern der Bohrhämmer. Dafür haben seit 1983 Besucher die Möglichkeit, in die spannende Welt «Untertag» einzutauchen. Das Museum gibt einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Knappen im Bergwerk Gonzen. Zu entdecken sind Original-Objekte aus dem ehemaligen Bergwerk, Mineralien und Fahrzeuge wie die Elektro-Gyro-Lokomotive. Für Einzelpersonen und Kleingruppen sind allgemeine Führungen monatlich festgelegt.
www.bergwerk-gonzen.ch


Erlebniswelt Toggenburg
Lichtensteig: Die grösste Hobby-Eisenbahnanlage Europas in Spur 0 und Massstab 1:45 wartet mit 1300 m Schienen, 50 Lokomotiven, 150 Personenwagen, 120 Güterwagen, 17 gleichzeitig fahrenden Zügen, einem 22 m langen Bahnhofareal, 700 Oberleitungsmasten, 90 Weichen und über 1000 Lämpchen auf die BesucherInnen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Oldtimer-Motorrad-Sammlung, die Sammlung landwirtschaftlicher Arbeitsgeräte aus Grossvaters Zeiten sowie die Puppensammlung Elsa Walz mit Puppen und Puppenstuben aus drei Jahrhunderten. In den Sonderausstellungen wird im Sommer die einzigartige Holzbahn gezeigt.
www.erlebniswelttoggenburg.ch


Geburtshaus Huldrych Zwingli
Wildhaus: Im Gedenken an den Reformator Huldrych Zwingli (1484–1531) wurde sein Geburtshaus in eine Gedenkstätte umgewandelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Erdgeschoss befinden sich die Wohnräume und die Küche, im Obergeschoss die weniger hellen Schlafkammern. Besondere Exponate der Sammlung sind Bibeln aus dem 16. bis 18. Jahrhundert und die Faksimile-Ausgabe der Zwingli-Bibel von 1531.
www.zwingli-zentrum-toggenburg.ch


Museum für Lebensgeschichten
Speicher: Das Museum für Lebensgeschichten erfasst und dokumentiert Lebensgeschichten und macht sie in den Ausstellungen sichtbar. Das Museum ist ins Alterswohn- und Pflegezentrum Hof Speicher integriert. Ein zentrales Anliegen ist, die Bewohnerinnen und Bewohner und ihre Angehörigen aktiv in unterhaltsame und existenzielle Gespräche zu verwickeln und die jeweiligen Lebensgeschichten in den Korridoren und Aufenthaltsräumen sicht- und hörbar zu machen. Aktuell ist bis 31. Oktober 2019 die Ausstellung über das Leben von Gertrude Rodowski-von Känel zu sehen. Die Ostpreussin floh 1944 mit ihren Kindern vor dem Nazi-Regime und fand in Speicher eine neue Heimat.
www.museumfuerlebensgeschichten.ch


Henry-Dunant-Museum
Heiden: Das Museum widmet sich der Persönlichkeit und dem Lebenswerk von Henry Du-nant (1828–1910), dem Gründer des Roten Kreuzes und Träger des ersten Friedens-Nobelpreises. In der Ausstellung werden neben seinen politischen Ideen und seinem humanitären Schaffen auch seine letzten Jahre im Appenzeller Vorderland thematisiert. Ergänzend zur Ausstellung können die Besucherinnen und Besucher im Multimediasaal Videos über sein Leben studieren oder in einer Führung ihr Wissen durch persönliche Fragen vertiefen. Bis zum 25. August 2019 zeigt die Sonderausstellung «Starke Frauen um Henry Dunant», wie initiative Frauen des 19. Jahrhunderts Dunant beeinflussten.
www.dunant-museum.ch

Klick zur Startseite