Im Bauch der Orgel

aus dem Pfarreiforum 5/2012

Willibald Guggenmos ist Organist in der Kathedrale St.Gallen. Er kennt seine Orgel sehr gut. Und heute nimmt er uns mit auf einen Rundgang!

Die kleine Tür öffnen, Kopf einziehen,und schon ist man im Innern der Orgel! Die Orgel ist mehrere Stockwerke hoch. Die Leiter führt nach oben.

Nein, das sind keine Fäden – das ist das Zugwerk! Wenn der Organist auf eine Taste drückt, wird dieses Signal ans Zugwerk übertragen und dieses leitet es an diejenige Pfeife weiter, die erklingen muss.

Die Orgel gilt als eine der wichtigsten Orgeln der Schweiz. Sie ist aber noch ganz jung: Sie wurde erst vor 44 Jahren neu gebaut. Doch manche Teile wurden von ihrer Vorgängerin übernommen. Diese sind schon rund 200 Jahre alt. Wenn Willibald Guggenmos auf die Tasten und Pedale drückt, ist Musik zu hören. Aber bevor das passiert, werden im Innern der Orgel verschiedene Ventile geöffnet und geschlossen. Warum? Damit Luft durch die Pfeifen geblasen wird

Hier wird Musik gemacht: Jede Pfeife hat einen anderen Klang. Aber nicht nur ihr Klang beeindruckt, sondern auch das Gewicht: Die grösste Pfeife ist 523 kg schwer und über 9 Meter hoch.

Die Orgel ist eigentlich mehrere Instrumente gleichzeitig – ein ganzes Orchester! Zum Glück sind die Registertasten angeschrieben. So findet man für jedes Lied sofort die passende Taste. Wird zum Beispiel die Taste Flachfl öte gedrückt, hört sich die Orgel wie . . . natürlich eine Flachflöte an.

Ganz schön kompliziert: Die Musiknoten für den Organisten! Da ist viel Übung notwendig, bis man wie ein Profi Orgel spielen kann.

Und wie klingt eine Kirchenorgel?

Und jetzt noch was Klassisches...